ETC-Nachwuchs peilt den Aufstieg an

Ein Tor hat dem U-17-Eishockeyteam aus Crimmitschau für den Klassenerhalt in der höchsten Liga gefehlt. Der Weg zurück ist fast Pflicht.

Crimmitschau.

Die zwei Heimsiege gegen die Moskitos Essen am kommenden Wochenende hat Torsten Heine fest eingeplant. Am Samstag und Sonntag empfängt das von ihm trainierte U-17-Team des ETC Crimmitschau die Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen. "Wir wollen in dieser Saison jedes Spiel gewinnen", betont Heine. Bisher läuft es gut: Die ersten vier Partien in der Division II entschied der Crimmitschauer Nachwuchs jeweils klar für sich. Am vergangenen Wochenende etwa wurde Bad Nauheim 8:2 bezwungen. In der Tabelle steht der ETC bisher nur deshalb auf Rang 3, weil die vor ihm platzierten Teams aus Erfurt und Frankfurt jeweils drei Partien mehr absolviert haben.

Dass das am Ende anders aussehen wird, darauf setzt Torsten Heine: "Wir haben bisher durchaus gesehen, dass unser Team im Vergleich zur Konkurrenz teilweise wesentlich stärker ist. Der Leistungsunterschied zwischen der Division I und II ist schon enorm." Vergangene Saison spielten die Crimmitschauer noch in der Division I, der höchsten deutschen Liga in der U 17. Beim Relegationsturnier im September fehlte dem ETC ein Tor, um im Duell mit Wolfsburg und Weißwasser einen der beiden ersten Plätze zu belegen. So stieg das Team in die Division II ab. "Für die Ausbildung der Spieler ist es sehr wichtig, dass wir den direkten Wiederaufstieg schaffen", betont Torsten Heine.

Einen ähnlichen Leistungsunterschied hat auch Tobias Rentzsch in den vergangenen Wochen festgestellt. Das von ihm trainierte U-20-Team des ESV Chemnitz - zu dem zahlreiche Crimmitschauer Spieler gehören - ist von der Division III in die II aufgestiegen. "Es wird mit mehr Tempo und Härte gespielt. Die Teams agieren strukturierter und mit deutlich mehr taktischer Disziplin. Viele Spieler stehen zudem kurz vor einem Sprung in die Profikader", so Rentzsch. Auch wenn seine Mannschaft sicherlich noch ein wenig Zeit brauche, um sich daran zu gewöhnen - den angepeilten Klassenerhalt traut er ihr absolut zu: "Wir sind dafür bereit. Der Großteil der Spieler kann auch kommende Saison in der U 20 spielen, sodass wir da sicher noch eine bessere Rolle in der Liga spielen können."

Am Wochenende stehen für die Chemnitzer zwei Heimspiele an. Im Eissportzentrum am Küchwald empfangen sie den SC Riessersee, den Rentzsch auf Augenhöhe sieht. Für sein Team komme es nicht nur in diesen Partien darauf an, über die gesamten 60 Minuten ans Limit zu gehen. "In der Division III haben wir auch mit schwächeren Leistungen Spiele gewonnen. Das funktioniert jetzt nicht mehr", betont der 32-Jährige, der selbst im Nachwuchs des ETC groß geworden ist. Schon lange kooperieren Crimmitschau und Chemnitz im Nachwuchs, um talentierten Spielern gute Bedingungen bieten zu können. "Das funktioniert sehr gut, weil die Trainer auf einer Wellenlänge sind. Wir tauschen uns regelmäßig über vieles aus", sagt Tobias Rentzsch.

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