Ex-Torhüter fiebert an der Bande mit

Auch nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn hält Marko Suvelo dem Eishockey weiter die Treue. Am Sonntag war er in Crimmitschau zu Gast.

Crimmitschau.

Auf Marko Suvelo wartet vor dem ersten Bully und nach der Schlusssirene viel Arbeit. Der 43-jährige Deutsch-Finne, der zwischen 2008 und 2010 beim Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau zwischen den Pfosten stand, unterstützt seit dem Sommer als Mannschaftsbetreuer die Löwen Frankfurt. Am Sonntag feierte Marko Suvelo mit den Hessen einen 3:2 (1:2, 1:0, 0:0, 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen an seiner früheren Wirkungsstätte. "Crimmitschau hat den besseren Start erwischt. Für uns war der Anschlusstreffer kurz vor der ersten Drittelpause ganz wichtig. Das Penaltyschießen ist dann immer eine Lotterie", sagte Marko Suvelo, der lobende Worte an die Torhüter Michael Bitzer (Crimmitschau) und Jimmy Hertel (Frankfurt) verteilte: "Wenn man in einer Partie mit vielen Torszenen jeweils nur zwei Gegentreffer kassiert, haben die Torhüter einen guten Job gemacht."

Marko Suvelo hat immer noch ein ganz besonderes Auge auf die Schlussleute. Seine Deutschland-Karriere begann in der Saison 1999/2000 in Bremerhaven. Heilbronn, Schwenningen, Berlin, Leipzig, Bad Tölz, Bietigheim-Bissingen und Crimmitschau waren weitere Stationen. Nach der Saison 2015/16 bei den Selber Wölfen beendete Suvelo seine Karriere. Es folgten drei Jahre als Teammanager bei den Oberfranken und nun der Wechsel zu den Löwen Frankfurt. "Man bekommt weiter die Atmosphäre in der Kabine mit", sagte Suvelo, dessen Familie in Bremerhaven lebt. Beim Gastspiel in Crimmitschau hat sich Marko Suvelo - trotz der vielen Aufgaben vor und nach der Partie - auch Zeit für Gespräche mit ehemaligen Weggefährten genommen.

Er plauderte unter anderem mit Mannschaftsleiter Klaus Schietzold und Mannschaftsarzt Matthias Modes. Sie gehörten bereits zwischen 2008 und 2010 zum Betreuerteam, als der Keeper insgesamt 88 Partien für die Westsachsen absolvierte. "Aus der Zeit bleibt vor allem die tolle Stimmung im Sahnpark in Erinnerung. Die Fans in Crimmitschau waren auch diesmal wieder extrem laut", sagte Suvelo. Die Einschätzung des Mannschaftsbetreuers, der von einer sehenswerten und ausgeglichenen Partie sprach, bestätigten auch die beiden Trainer in der Pressekonferenz.

"Wir konnten froh sein, dass wir nach dem ersten Drittel nur mit einem 1:2-Rückstand in die Kabine gegangen sind", sagte Löwen-Coach Matti Tillikainen. Er machte deutlich, dass sich die Mannschaften im zweiten und dritten Abschnitt ein Duell auf Augenhöhe geliefert haben. Eispiraten-Übungsleiter Daniel Naud schätzte ein, dass seine Mannschaft über die gesamten 65 Minuten fokussiert agiert hat. "Man merkt, dass der Trend nach oben geht und das Selbstvertrauen wieder vorhanden ist", sagte Naud.

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