Fortschritt bremst ESV Lok aus

Die Landesklasse-Fußballer aus Lichtenstein haben auswärts in Zwickau mit 3:1 gewonnen. Für die Kuriosität des Tages sorgte jedoch der Schiedsrichter.

Lichtenstein/Zwickau.

Die Spiel- und Sportvereinigung Fortschritt Lichtenstein hat beim ESV Lok Zwickau am Sonntag im Sportzentrum Marienthal das Westsachsenderby in der Fußball-Landesklasse für sich entschieden und seine Negativserie von fünf Spielen ohne Sieg damit beendet. Am Ende siegten die Lichtensteiner klar mit 3:1 (2:0).

Das Spiel begann turbulent: Lok Spieler Luke-Leon Neuper hatte die erste gute Möglichkeit im Spiel. Doch sein sehenswerter Seitfallzieher führte nicht zum Torerfolg. Doch die SSV versteckte sich auch nicht, und so gelang ihnen nach der ersten Ecke von Dominic Oertel durch Pierre Börner per Kopf das 1:0 (10.). Kurz vor Ende der ersten Hälfte hatte Neuper erneut eine gute Torchance. Doch sein Kopfball ging daneben. Da sich SSV-Mittelfeldspieler Dominic Oertel kurz vor der Pause verletzte und ausgewechselt werden musste, gab es eine mehrminütige Nachspielzeit. Diese nutzten die Lichtensteiner zum 2:0. Rico Bär leitete auf der linken Seite für Nicklas Richter das 2:0 ein (45+2).

"Die erste Halbzeit von uns war klasse und optimal. Hinten heraus hat uns durch die zahlreichen Ausfälle die Kraft gefehlt und wir hatten auch einige Male Glück", betonte SSV-Trainer Mirko Ullmann. Bei Lichtenstein fehlten mit Kaspar, Herold (Urlaub), M. Weiß und D. Weis (verletzt), Helbig und Schulz (krank) insgesamt sechs Spieler. Neu hinzu kommt nun auch noch Dominic Oertel.

Die Marienthaler hingegen traten wie schon zuletzt in ihrer stärksten Besetzung an, mehr als der Anschlusstreffer von Philipp Mitzscherling in der 58. Minute war jedoch nicht drin. Insgesamt betrachtet war es viel zu wenig, was das Team in den 90 Minuten bot. Recht klare Worte dazu fand auch Lok-Trainer Sven Döhler: "Eine enttäuschende Vorstellung meiner Mannschaft, insbesondere in der ersten Halbzeit. Die Lichtensteiner waren uns in dieser Zeit in allen Belangen überlegen und man hat gemerkt, dass sie den Sieg wollten. Nach der Pause haben wir mit Kampf und Laufbereitschaft gut gegengehalten, aber versäumt, unsere vier bis fünf klaren Chancen zu nutzen. Am Ende ein nicht unverdienter Sieg der Lichtensteiner." Für Zwickau traf Steven Kretschmar im zweiten Abschnitt einmal den Pfosten (51.) und einmal die Latte (90+3). In der 71.Minute sorgte Rico Bär für die endgültige Entscheidung, als er einen Freistoß sehenswert im Zwickauer Gehäuse unterbrachte. Durch den Sieg klettert die SSV auf Tabellenplatz 8.

SSV-Spieler Johannes Gemeinhardt: "Wir sind gut ins Spiel gekommen und das 1:0 war sehr wichtig. In der zweiten Halbzeit hat Lok alles nach vorn reingehauen und Vollgas gegeben. Der verwandelte Freistoß in den linken Winkel zum 3:1 war der Genickbruch für Lok Zwickau."

Gegen Ende des Spieks kam es zu einer Kuriosität. Schiedsrichter Heiko Prang verletzte sich so schwer, dass er nicht weitermachen konnte. Für ihn übernahm sein Kollege Florian Stracke das Spielgeschehen.

Bewertung des Artikels: Ø 4 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...