Gladbach vor der Brust und Cottbus im Hinterkopf

FSV-Fußballer Julius Reinhardt: "Müssen noch abgezockter werden"

Zwickau.

Mit vier Punkten aus den letzten beiden Spielen ist der Fußball-Drittligist FSV Zwickau gut aus der englischen Woche gekommen. Dennoch ist die Situation unverändert: Die Westsachsen haben nur drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Beim 1:1 in Aalen haben die Schützlinge von Trainer Joe Enochs am Samstag den möglichen Sieg leichtfertig verschenkt. Das nagt an Julius Reinhardt. "Wir hätten dort einen Bigpoint landen können. Das haben wir verpasst. Wir müssen einfach noch abgezockter werden. Am nächsten Montag folgt das Sechs-Punkte-Spiel gegen Cottbus. Das ist ein Heimspiel, ein Derby unter Flutlicht. Da wird das Stadion voll sein und wir müssen auf Sieg spielen", betont der 30-jährige Mittelfeldspieler.

Mit der ersten Halbzeit in Aalen war Reinhardt zufrieden: "Wir sind gut in die Zweikämpfe gekommen, haben Aalen den Schneid abgekauft und haben im schnellen Umkehrspiel viel Dampf nach vorn gemacht. Wir hätten nach der Führung den Deckel draufmachen müssen." Das man es verpasst habe, das Spiel zu entscheiden, ärgert Reinhardt, aber die Mannschaft habe gezeigt, dass sie auch schnell, druckvoll und mutig nach vorn spielen könne. "Daran müssen wir gegen Cottbus anknüpfen. Bei diesem Ostkracher müssen wir alles raushauen, jeder muss für das Wohl der Mannschaft ans Limit gehen", so Reinhardt, der sich nun erst einmal auf das Benefizspiel am Donnerstag, 18.30 Uhr gegen Borussia Mönchengladbach freut: "Das sind Sternstunden für einen Fußballer. Auch wenn es in Anführungszeichen nur ein Freundschaftsspiel ist, nimmt man solche Vergleiche gern mit."

Der Bundesligist wird dem Vernehmen nach mit dem bestmöglichen Aufgebot nach Zwickau kommen. Die Fohlen müssen zwar sechs Kicker zu Länderspielen und vier Nachwuchskräfte zu den Länderspielen der deutschen U-Mannschaften abstellen, dennoch bleibt ein namhafter Kader übrig, der im Schwanennest anreisen wird. An der Spitze stehen Weltmeister Christoph Kramer und der zum DFB-Kader gehörende Lars Stindl. Mit Oscar Wendt, Tobias Strobl, Jonas Hofmann, Fabian Johnson und dem gebürtigen Sachsen Tony Jantschke werden viele aktuelle Stammkräfte der Borussen die Fußballschuhe gegen den FSV schnüren.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...