Grubenlampe II leuchtet Gastgebern heim

Erst in der Schlussviertelstunde wurde das Kreisduell in der Handball- Bezirksliga der Männer entschieden. Spannend ging es auch beim ersten Saisonsieg von Aufsteiger Sachsen 90 Werdau zu.

Fraureuth/Werdau.

Mit einer ausgeglichenen Bilanz von je 3:3 Punkten stehen die beiden Handball-Bezirksligisten HC Fraureuth und SV Sachsen 90 Werdau nach drei Spieltagen im Mittelfeld der Tabelle. Am Wochenende lief es aber nur für ein Team wie gewünscht.

HC Fraureuth - ZHC Grubenlampe II 19:21 (8:7). Lange Zeit geführt, am Ende aber verloren - so lautet das Fazit des Kreisderbys aus Sicht der Gastgeber vom HC Fraureuth. In der letzten Viertelstunde ging der Drei-Tore-Vorsprung noch verloren. Die Zwickauer kamen in dieser Phase mächtig auf und schafften es, mit vier Treffern in Folge in der 51. Minute beim 17:16 erstmals vorn zu liegen in der zweiten Halbzeit. "Wir hätten das Spiel nie verlieren dürfen. Bis Mitte der zweiten Halbzeit hatten wir alles im Griff. Dann haben wir unsere Chancen nicht genutzt und es den Zwickauern zu leicht gemacht. Unsere Abwehr war zu passiv und vorn haben wir keinen richtigen Druck entwickelt", fasste HC-Trainer Gerd Jüngling die Partie zusammen. Gegen die erfahrene zweite Mannschaft des Sachsenligisten musste Fraureuth Lehrgeld zahlen. "Zwickau war cleverer und hat das routiniert zu Ende gespielt. Bei uns gab es in der zweiten Halbzeit zu viele technische Fehler", sagte der 19-jährige Fraureuther Torhüter Benno Raimer. Die Routiniers der Grubenlampe um den bereits 41-jährigen Silvio Schmidt (6 Treffer) und Spielertrainer Tom Steudemann (7-facher Torschütze) wirkten abgeklärter und holten sich im dritten Spiel ihren ersten Sieg.

Fraureuth: B. Raimer, Albert; Ludwig (1), J. Fischer (2), Köstler, Warnke (4), Kleinfeld (3), Ketterl (2), Bauer (1), Schlesier, Finkenwirth (5/3), F. Raimer (1). SV Sachsen 90 Werdau - HV Oederan 30:27 (16:9). Der erste Saisonsieg für Aufsteiger Werdau war eine schwere Geburt. In der ersten Halbzeit standen die Gastgeber in der Abwehr richtig gut, die deutliche Führung zur Pause fiel aber fast ein wenig zu hoch aus. "Wir haben vier, fünf glückliche Tore gemacht. Das waren Würfe, die sonst nicht unbedingt reingehen", sagt Sachsen-Trainer Florian Jüstel. Nach der Pause habe sein Team die Oederaner zu oft ins Laufen kommen lassen. Mit einfachen und schnellen Gegentoren schafften es die Gäste, in der 46. Minute den Ausgleich zum 19:19 zu erzielen. "In dieser Phase haben uns auch ein wenig die Wechselmöglichkeiten gefehlt. Die Jungs haben sich aber nie aufgegeben und in den letzten 15 Minuten das gezeigt, was sie können und sich selbst belohnt. Das war kein Spiel für schwache Nerven", bekannte Jüstel. Ein Sieg soll nun auch am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel beim noch punktlosen Schlusslicht Niederwiesa her.

Werdau: Nitsch, Simon, Bock (4/1), Preiß (6), Popp, Diehl, Kratzsch (2), Neumann (1/1), Manig (1), Hoffmann, Löffelmann (7), Pfeifer (9).

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