Grubenlampe kann seine Nervosität nicht ablegen

Handball-Oberliga: ZHC kassiert gegen Radis dritte Heimniederlage der Saison

Zwickau.

Vor 216 Zuschauern hat der ZHC Grubenlampe in seinem achten Heimspiel die dritte Niederlage bezogen. Gegen den TuS 1947 Radis verloren die Zwickauer mit 22:25 (8:12). "Außer Adam Krejcirik hatte keiner Normalform. Aus der unnötigen Anfangsnervosität haben wir es nicht mehr geschafft herauszukommen, um uns zu stabilisieren", wertete ZHC-Präsident Lars Ullmann die Partie in der Mitteldeutschen Oberliga. "Wir müssen das Spiel einfach schnell vergessen und positiv nach vorn schauen."

Der sehr nervöse Beginn schlägt sich darin nieder, dass es den Zwickauern nur einmal gelang, in Führung zu gehen. Das war beim 1:0 nach 46 Sekunden. Nach einem 3:6 (13.) lagen die Gastgeber in der Folgezeit mit 5:9 (22.) und 7:12 (29.) zurück. Torhüter Josef Pour bewahrte sein Team vor einem noch höheren Rückstand und hielt bis zur 25. Minute zwei Siebenmeter. "Die erste Halbzeit war bei uns ohne volle Emotionen und richtigen Druck. Wir haben zu viele technische Fehler gemacht. In der Pause gab es eine deftige Ansprache vom Trainer. Wir sollten aggressiver spielen. Es hat aber nicht gereicht. Die Radis-Abwehr war stark. Es gilt weiter hart zu trainieren und zu kämpfen, damit uns der Klassenerhalt gelingt", sagte der linke Rückraumspieler Krejcirik. Der 26-jährige Tscheche war mit zehn Treffern, davon vier verwandelten Siebenmetern, der beste Torschütze in diesem Spiel.

Es gab bei der "Lampe" gegen den Tabellenvierten aber viele Schwachpunkte. In der zweiten Halbzeit lagen Zwickau zweimal sogar mit sechs Toren im Hintertreffen (8:14/ 32., 10:16/37.). Nur einmal kam man bis auf zwei Tore heran (22:24/57.), da keimten Hoffnungen auf ein besseres Resultat auf. "Am Ende war es eine verdiente Niederlage. Unsere Chancenverwertung war schlecht. Es fehlte die nötige Konsequenz", befand Co-Trainer Florian Weißflog. Die Gäste aus Sachsen-Anhalt besaßen im Kreisläufer Christian Telehuz ihren überragenden Spieler. Der 2,05 Meter große Riese steuerte sechs Tore zum neunten Saisonsieg von Radis bei. Er überstand nach zwei Zeitstrafen in der Anfangsphase das Spiel bis zum Abpfiff.

Statistik ZHC: Pour, Inamoto; Koska (2), Kretzschmar (3), Krejcirik (10/4), Schramm 82), Vala, Steudemann (1), Masak, Knape, Götze, W.Kühn (1), Wenzel, Musteata (3)

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