Gut vorbereitet zum Nachtrennen

Rennfahrer Max Kappler über seine Vertragsverlängerung, seine Saison und die finale Veranstaltung in Doha

Oberlungwitz.

Max Kappler vom KTM-Freudenberg-Team steht vor seinem letzten Saison-Rennen der Supersport-300-Weltmeisterschaft. Mit Rang 16 in der Fahrerwertung erfüllt der Oberlungwitzer die Erwartungen. Alexander Bertram hat sich mit dem 22-Jährigen unter anderem über die Besonderheiten bei dem Rennen in Katar unterhalten.

Freie Presse: Erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Vertragsverlängerung beim KTM-Freudenberg-Team. Waren es eher zähe oder reibungslose Verhandlungen?

Max Kappler: Vielen Dank. Die Verhandlungen gingen reibungslos über die Bühne. Es wurde schon früh in der Saison kommuniziert, dass wir die Zusammenarbeit weiter fortführen möchten. Umso glücklicher bin ich, dass es geklappt hat. Ich fühle mich nämlich sehr wohl im Team. Das passt alles.

Wie bewerten Sie Ihre Saison vor dem letzten Rennen ?

Man muss die Saison ein wenig aufteilen. Die ersten zwei, drei Rennen waren richtig gut. In der Mitte hatte ich dann einen kleinen Hänger drin. Aber bei den letzten beiden Rennen in Frankreich und Portugal war es wieder besser. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Wir hatten vor der Saison die Top 15 als Ziel ausgegeben. Jetzt bin ich 16., punktgleich mit dem 15. - im Moment passt das alles. Mal sehen, wie es nach dem Rennen in Katar aussieht.

Das Rennen in Doha bringt ja einige Besonderheiten mit sich. Da wären zum einen die extremen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit und zum anderen die ungewöhnlichen Fahrzeiten bei Nacht. Sind Sie darauf gut vorbereitet?

Was die Luftfeuchtigkeit betrifft, habe ich bisher noch keine vergleichbaren Erfahrungen gemacht. Deswegen werden wir auch einen Tag früher als gewohnt anreisen. Aber die heißen Temperaturen kenne ich bereits von meinen Rennen in Spanien oder Portugal. Da fahren wir im Sommer auch immer bei über 30 Grad. Was die Fahrt bei Nacht angeht, so habe ich vielleicht einen kleinen Vorteil, da ich die letzten Jahre häufig in einer speziellen Rennfahrerschule in Spanien gewesen bin. Eine Trainingseinheit war dort auch immer bei Nacht. Dadurch, dass in Doha riesige Flutlichtanlagen installiert sind, wird man wahrscheinlich gar nicht merken, dass es eigentlich dunkel ist.

Wie geht es nach dem Rennen in Katar für Sie weiter?

Danach habe ich erst einmal Pause. Ende Januar, Anfang Februar geht es mit den Tests und Trainings wieder los. Bis dahin möchte ich mich voll auf mein Bauingenieur-Studium in Glauchau konzentrieren.


Zum ersten Mal außerhalb Europas - Motorrad-Design wird live in Katar gestaltet

Das Rennen in Doha (Katar) vom 24. bis 26. Oktober weist spezielle Rahmenbedingungen auf. So bildet der Termin in Katar den Abschluss der diesjährigen Supersport-300-WM. Die Weltmeisterschaftsserie gastiert dabei erstmals außerhalb von Europa.

Eine weitere Herausforderung sind die ungewöhnlich späten Rennzeiten. Das Teilnehmerfeld ist ebenfalls ein wenig anders. In Doha dürfen nur die besten 20 Fahrer an den Start gehen. Mit Rang 16 hat es Max Kappler in das elitäre Fahrerfeld geschafft.

In neuen Farben wird Kappler an den Start gehen. Neben einem neuen, speziell gestalteten Helm wird Künstler Kay Leonhardt auch eine bislang weiße Verkleidung an Kapplers Motorrad live vor Ort gestalten.

Mit der Aktion soll auf die HOPE-Kapstadt-Stiftung aus Dresden aufmerksam gemacht werden, die aidskranke Menschen in Südafrika unterstützt. Bereits 2018 gestaltete Kay Leonhardt während der Saison den Helm von Max Kappler mit den Stationen der Supersport-300-Serie. Der Helm wurde 2018 zugunsten der Stiftung versteigert. Die gleiche Aktion findet auch 2019 statt.

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