HC Fraureuth bleibt daheim ohne Punktverlust

In der Handball-Bezirks- liga wurden die Männer am Samstag kaum gefordert. Die Frauen machten es ein Stück spannender.

Fraureuth.

Die Handballer des HC Fraureuth stehen mit einer optimalen Punkteausbeute von 6:0 an der Tabellenspitze der Bezirksliga. Allerdings musste das Team vor dem Heimspiel gegen den SV Schneeberg bereits den dritten verletzten Akteur verbuchen. Es ist ungewiss, wie lange Michael Köstler nach dem Trainingsunfall fehlen wird. Das Team kompensierte den Ausfall jedoch gut und siegte am Samstag auch in dieser Höhe verdient mit 31:15.

Allerdings sahen die Anfangsminuten nicht danach aus. Die stark ersatzgeschwächten Schneeberger fanden ein ums andere Mal die Lücke oder bestraften die Unachtsamkeit der offensiven Fraureuther Deckung. Dafür klappte der Angriff besser als in den Vorwochen. Zwar versäumte man doch den ein oder anderen Treffer durch inkonsequente Chancenverwertung. Aber die Bewegung ohne Ball stimmte. Ab der 10. Minute wurde die Durchschlagskraft der Schneeberger durch eine Umstellung in der Abwehr erheblich eingeschränkt. So erzielten die Gäste bis zur Pause nur noch vier Tore. Mit der Sicherheit in der Verteidigung wurde auch das Angriffsspiel der Fraureuther stets sicherer. So konnte der Vorsprung bis zur Pause auf 14:8 ausgebaut werden.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte der Vorsprung Tor für Tor ausgebaut werden. Beim 20:10 in der 43. Minute hatte Fraureuth erstmals eine zweistellige Führung erspielt. Trotzdem ließ die Mannschaft nicht locker. Immer wieder trug der HC den Ball schnell nach vorn und überrannte die Gäste förmlich. Am Ende hatte man mehr als doppelt so viel Tore wie der Gegner erzielt. Doch der Fraureuther Trainer Gerd Jüngling sagte: "Bei aller Euphorie müssen wir realistisch bleiben. Der Gegner war aufgrund seiner Personalsituation einfach zu schwach. Und wir haben nicht so überzeugend gespielt wie ich es mir vorstelle."

Die ebenfalls in der Bezirksliga spielende Frauenmannschaft des HC Fraureuth hat am Samstag mit einem 30:23-Erfolg gegen die SG Raschau-Beierfeld ihre weiße Heimweste gewahrt und damit den zweiten Tabellenplatz hinter dem verlustpunktfreien SV Chemie Zwickau verteidigt. Dass der zweite Saisonsieg jedoch kein Spaziergang für die Gastgeberinnen werden würde, war ihnen nach der knappen Niederlage gegen die Erzgebirgerinnen in der vergangenen Saison klar.

Von Beginn an entwickelte sich die erwartet ausgeglichene Partie. Durch den variablen Angriffsaufbau erspielten sich die Fraureutherinnen eine Reihe guter Wurfgelegenheiten, die sie auch konsequent in Tore ummünzten. Jedoch fanden die Westsächsinnen in der Abwehr noch kein probates Mittel gegen die wurfstarken Gäste. Erst ab der 24. Spielminute hatten die Gastgeberinnen besseren Zugriff in der eigenen Deckung. Die Daraus resultierenden Chancen nutze der HC zur 17:12-Halbzeitführung.

Auch nach der Pause knüpften sie an die Leistung aus Halbzeit 1 an und sorgten zwischenzeitlich für einen komfortablen Sieben-Tore-Vorsprung. Danach dezimierten sich die Fraureutherinnen jedoch durch Zeitstrafen selbst. Diese zahlenmäßige Überlegenheit wussten die Gäste auszunutzen und verkürzten in der 42. Minute auf 20:22. Erst eine Auszeit von HC-Trainer Michael Meyer und die darauf folgenden fünf Treffer in Folge für seine Mannschaft sorgten zum Ende der Partie wieder für klare Verhältnisse. (iw)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...