"Ich kann versprechen: Wir geben uns nicht auf"

Eispiraten-Kapitän Adrian Grygiel sieht das Team in der Verantwortung

Crimmitschau.

Im Kunsteisstadion im Sahnpark hängt die rote Laterne des Schlusslichtes. Die Eispiraten Crimmitschau haben in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL 2) acht Spiele in Folge verloren. Holger Frenzel sprach mit Kapitän Adrian Grygiel (36) über die Gründe für die Talfahrt und das Verhältnis zu den Trainern.

Freie Presse: Welche Ursachen gibt es für die Niederlagenserie?

Adrian Grygiel: Wir schaffen es momentan nicht, über die gesamten 60 Minuten eine konstante Leistung zu zeigen. Wir erfüllen - wie am Sonntag im Heimspiel gegen Kaufbeuren - in zwei Dritteln unsere Aufgabe. Das reicht nicht aus, um in der DEL 2 bestehen zu können. Im ersten Abschnitt standen wir oft zu weit weg von den Gegenspielern und lagen schnell mit 0:3 zurück.

Warum leistet sich die Mannschaft so viele "Aussetzer"?

Das hängt mit Sicherheit mit unserer aktuellen Situation zusammen. Wir stehen auf dem letzten Tabellenplatz. Da fehlt das Selbstvertrauen. Nach Gegentoren gehen die Köpfe nach unten. Wir müssen uns nun wieder Erfolgserlebnisse erarbeiten. Das zweite und dritte Drittel im Spiel gegen Kaufbeuren war ein Anfang. Die Zuschauer haben uns - trotz der Niederlage - mit Applaus verabschiedet. Darauf können wir aufbauen. Ich kann versprechen: Wir geben uns nicht auf.

Wie bewerten Sie das Verhältnis zwischen Trainer Daniel Naud, Co-Trainer Fabian Dahlem und den Spielern?

Daniel Naud und Fabian Dahlem bereiten uns professionell vor - auf jede Aufgabe. Was sollen die Trainer machen, wenn wir auf dem Eis die entscheidenden Zweikämpfe verlieren? Wir müssen als Team die Vorgaben umsetzen - und zwar über die gesamten 60 Minuten.

In den letzten Wochen waren rund um das Kunsteisstadion im Sahnpark immer wieder Gerüchte zu finanziellen Problemen zu hören. Haben Sie und ihre Kollegen bisher ihr Gehalt erhalten?

Die Dinge, die mit den Eispiraten-Verantwortlichen ausgemacht waren, sind erfüllt. Wir hoffen, dass es auch so bleibt. Mehr möchte ich zu dem Thema nicht sagen.


Stürmer steht vor Comeback

Torhüter Michael Bitzer ist am Wochenende nicht zum Einsatz gekommen. Der Deutsch-Amerikaner plagt sich nach Aussage von Gesellschafter Ronny Bauer mit einer "Entzündung im muskulären Bereich" herum. Weitere Details zur Verletzung nannte er nicht. "Er hat zuletzt einige Partien absolviert, obwohl er angeschlagen war. Wir haben nun Untersuchungen durchführen lassen und hoffen, dass er schnell wieder topfit wird", sagt Trainer Daniel Naud.

Stürmer Alex Wideman steht offenbar kurz vor einem Comeback bei den Westsachsen. Er musste seit Mitte Dezember mit einem Mittelhandbruch pausieren. Der Offensivmann hat am heutigen Dienstag einen Röntgentermin. "Wenn die Ärzte grünes Licht geben, kann Alex Wideman wahrscheinlich am nächsten Wochenende wieder spielen", sagt Geschäftsführer Jörg Buschmann. Verteidiger Carl Hudson muss dagegen wahrscheinlich noch zwei Wochen pausieren. (hof)

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