Kein Platz zum Taktieren in der Partnerstadt

Wenn alles planmäßig läuft, ist Hohenstein-Ernstthal bald um zwei Deutsche Meister reicher. Die Motorradrennfahrer Max Enderlein und Paul Fröde werden dafür in Hockenheim alles geben.

Hohenstein-Ernstthal.

Freilich sollte der Tag nie vor dem Abend gelobt werden. Aber die Chancen stehen nicht schlecht, dass Max Enderlein und Paul Fröde an diesem Wochenende in Hohenstein-Ernstthals Partnerstadt Hockenheim zwei Titel der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) holen. Die beiden Rennfahrer gehen bei der vierten und damit schon finalen Veranstaltung in den beiden gemeinsamen 600er-Rennen an den Start. Gegenseitig helfen können sich die zwei Hohenstein-Ernstthaler wohl kaum. Denn der technische Unterschied der Klassen Supersport (Enderlein) und Superstock (Fröde) ist zu groß.

In der Supersport-Kategorie liegt Max Enderlein, der Meister der Jahre 2018 und 2019, aktuell auf dem dritten Tabellenrang. Vier Punkte trennen ihn vom Führenden, zwei vom Zweitplatzierten. Der Sieger eines Rennens bekommt 25 Zähler, der Zweite 20. Der 23-jährige kann also den Titel-Hattrick aus eigener Kraft perfekt machen. "Ich hatte jetzt noch einmal eine sehr gute Trainingswoche und bin richtig gut in Form. Ich will noch einmal zwei super Rennen fahren und hoffe, dass mir das gut gelingt", sagt Enderlein.

Der Frust über die Durchfahrtsstrafe vom Lausitzring ist verdaut, "sodass ich mich jetzt aufs Finale freue". Seine für den Hockenheimring zurechtgelegte Strategie will er noch nicht verraten: "Letztendlich hängt aber alles auch vom Verlauf und vom Wetter ab. Im Moment sieht alles nach Regen aus, was alles auf den Kopf stellen kann."

Eine noch bessere Ausgangslage im Kampf um den Titel hat der fünf Jahre jüngere Paul Fröde. Er führt die Gesamtwertung der Superstock 600 sogar an. Allerdings nur mit drei Punkten Vorsprung, sodass für Taktieren kaum Spielraum bleibt. "Ich will und muss einfach nur schnell fahren und versuchen vor allen anderen zu sein. Das Motorrad ist gut vorbereitet und ich bin es auch", sagt Fröde. In den gleichen Rennen will Superstock-Klassenneuling Valentin Frühauf aus Fraureuth seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Weiter nach oben soll es auch für Marvin Siebdrath aus Wildenfels gehen, der in der Supersport-300-Klasse derzeit auf Rang 7 liegt.

Beim Finale sind erstmals in diesem Jahr wieder Zuschauer zugelassen. Personalisierte Karten dafür gab es allerdings nur im Vorverkauf. Die Wertungsläufe werden aber auch über die Homepage der Rennserie im Livestream übertragen.

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