Keine Experimente im Pokal

Der Fußball-Drittligist FSV Zwickau wird am Mittwochabend seine beste Elf ins Halbfinale beim Regionalligisten Budissa Bautzen schicken. Denn die Hoffnung auf den DFB-Pokal spielt mit.

Zwickau.

Beim FSV Zwickau hat nach einer beeindruckenden Vorstellung gegen den SV Wehen Wiesbaden Feierstimmung geherrscht - denn die Westsachsen verschafften sich dadurch Luft im Abstiegskampf der 3. Fußball-Bundesliga. Das 2:1 war der dritte Heimsieg in Folge. Drei Siege peilt FSV-Stürmer Ronny König auch in der englischen Woche an: "Wir wollen am Mittwoch mit einem Sieg in Bautzen ins Sachsenpokal-Finale einziehen und am Sonntag einen Dreier in Unterhaching landen."

Der 35-Jährige schoss mit einem Doppelpack seinen Ex-Verein ab, wo er von 2006 bis 2009 drei erfolgreiche Jahre mit dem Aufstieg und dem Verbleib in der 2. Bundesliga hatte. Sein damaliger Trainer und jetziger Sportdirektor in Wiesbaden, Christian Hock, drohte König nach dem Abpfiff spaßhaft im Spielertunnel: "Mensch, hau ab und lass dich heute nicht mehr sehen." Dann fielen sich beide in die Arme. Hock konnte sich eine weitere Anmerkung aber nicht verkneifen: "Du weißt schon, dass du uns heute vom direkten Aufstiegsplatz geschossen hast?" König nahm es schmunzelnd hin und richtete den Blick nach vorne: "Wir dürfen nicht nachlassen, müssen weiter Vollgas geben und schon beim Pokalspiel in Bautzen wieder ans Limit gehen."

Denn König will mit der Mannschaft in den DFB-Pokal einziehen. Dazu müssen sie den Sachsenpokal gewinnen. In dessen Halbfinale treten die Zwickauer an diesem Mittwoch bei Regionalligist Budissa Bautzen an. Der Unterschied zur 3.Liga sei nicht so groß, sagt König, dennoch laufe der FSV als Favorit auf. Doch Zwickau ist gewarnt. Im bis dato letzten Aufeinandertreffen im Pokal behielt am 18. Oktober2013 Bautzen im Elfmeterschießen die Oberhand.

Nicht nur deshalb will FSV-Trainer Joe Enochs gegen Bautzen keine großen Experimente eingehen und die bestmögliche Elf auf den Platz schicken. Ein Fragezeichen steht derweil hinter Morris Schröter, der sich in der ersten Halbzeit gegen Wehen Wiesbaden eine Blessur am Oberschenkel zuzog. Bis zur 72. Minute beackerte er dennoch die rechte Außenbahn, ehe er von Christian Bickel abgelöst wurde. Auf dem Sprung in die Startelf steht Mike Könnecke, der im Mittelfeld oder im Angriff zum Zug kommen könnte.

Schiedsrichter Christopher Gaunitz (Böhlitz-Ehrenberg) wird das Halbfinale zwischen Budissa Bautzen und dem FSV Zwickau am Mittwoch, 19 Uhr, im Stadion Müllerwiese anpfeifen. Mindestens 500Fans werden den FSV dabei begleiten. Das zweite Halbfinale bestreiten am 24. April der Chemnitzer FC und Lokomotive Leipzig.

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