Kommende Saison verspricht Spannung

Ein zweiter Platz und zwei Aufstiege, das ist die Bilanz der Tischtennisspieler des SV Sachsenring in der Saison 2014 /2015. Das gab es noch nie.

Hohenstein-Ernstthal.

Hinter der Abteilung Tischtennis des SV Sachsenring liegt eine Saison, wie sie die Chronik bislang wohl nicht vorzuweisen hat. Drei Männermannschaften haben es zum Abschluss der Punktspiele auf das Podest geschafft.

Der SV Sachsenring I hat in der Regionalliga Süd, dort hatte er es mit Teams aus Bayern, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt zu tun, Klasse bewiesen. Mit nur drei Niederlagen, vier Unentschieden und elf Siegen wurde in der vierthöchsten Liga Deutschlands, danach kommen die Vollprofis, der zweite Platz erkämpft. Die Zweite hat sich aus der Landesliga verabschiedet, und zwar nach oben. Sie steigt in die höchste Spielklasse Sachsens, die Sachsenliga, auf. 33:3 Punkte standen auf dem Konto nach Beendigung der Serie. Der SV Sachsenring hat trotzdem weiter ein Landesligateam, die dritte Mannschaft belegte in der 1. Bezirksliga den ersten Platz und kommt nach oben.

In der Momentaufnahme steht der Regionalliga-Vizetitel an erster Stelle. Aber die Aufstiege sind Bausteine für die Zukunft des Tischtennissports in Hohenstein-Ernstthal. "Wir wollen versuchen, möglichst viele Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft zu integrieren", sagt Christian Hornbogen, sportlicher Leiter der Abteilung. Thomas Hornbogen sei solch ein Beispiel. Er hat es von unten nach ganz oben geschafft.

Mehr auf den eigenen Nachwuchs setzen ist zweifellos richtig, jedoch auch nicht einfach. Für ein Training in Hohenstein-Ernstthal fehlt es dem SV Sachsenring an hauptamtlichen Leuten. Deshalb ist die Kooperation mit der Leistungssportschule Dresden wichtig. Mit Nick Neumann-Manz und Johann Koschmieder spielen zwei Aktive beim SV Sachsenring, die unter der Woche in Dresden sind. "Die Messlatte in der Regionalliga hängt sehr hoch", sagt Hornbogen. Die Aufstiege können nur ein erster Schritt zum Kennenlernen eines höheren Leistungsniveaus sein. Der Grundstein zum Erfolg wird im Training gelegt. "Drei Übungseinheiten in der Woche sind das Minimum, um nach oben zu kommen", sagt der sportliche Leiter. An der Sportschule werden wöchentlich 15 Einheiten absolviert.

Ob es Spieler aus der Zweiten und Dritten in das Regionalligateam schaffen, bleibt abzuwarten. Hornbogen glaubt schon, dass der SV II in der Sachsenliga eine gute Rolle spielen wird. Ben Seifert, mehrfacher Sachsenmeister, und Zwillingsbruder Erik haben laut Hornbogen das Potenzial für höhere Aufgaben. Hoffnung für die Zukunft machen außerdem Moritz Landgraf, Martin Richter und Florian Kaulfuß aus der dritten Mannschaft. Ende September schlägt die Stunde der Wahrheit. "Die Fans können sich wieder auf spannende Spiele freuen", verspricht Hornbogen. Apropos Fans: Da ist der SV Sachsenring Spitze. In den vergangenen sechs Jahren hat er die inoffizielle Zuschauertabelle immer angeführt. Zu den Heimspielen des SV Sachsenring I auf dem Pfaffenberg kommen im Durchschnitt hundert Zuschauer.

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