Kontertore krönen Teamleistung

Dank einer taktischen Umstellung haben die Hockeyspielerinnen aus Meerane am Sonntag einen Heimsieg gefeiert. Mehr Kaltschnäuzigkeit hätte auch den Männern drei Punkte beschert - doch deren Spiel hatte keinen Verlierer verdient.

Meerane.

Anpassungsprobleme offenbaren sie nicht, die Hockeyspielerinnen des SV Motor Meerane und ihr Trainer Mirko Götz. Seit dieser Saison ist die Umstellung der Spielzeit von zweimal 35 auf viermal 15 Minuten auch in der Regionalliga wirksam - und öffnet neue Möglichkeiten. "Ich gebe in jeder Viertelpause neue taktische Varianten vor. Und die Spielerinnen setzten sie perfekt um", sagt Götz. Ein Taktik-Kniff führte auch am Sonntag zum 2:0-Heimsieg gegen den Steglitzer TK.

Die Meeranerinnen verlegten das Spiel zunächst mehr in die Hälfte der Gäste. "Wir haben aber gemerkt, dass wir das läuferisch nicht die komplette Zeit durchhalten und haben uns deshalb zurück gezogen", erkärt Götz. Aus dieser Grundordnung heraus fuhr Meerane einige gefährliche Konter. Im dritten Viertel schloss Kapitänin Anja Küchler einen feinen Sololauf zur Führung ab. Im letzten Durchgang traf Anika Käßner auf gleiche Weise zum 2:0.

Dank des Sieges haben die Meeranerinnen als Aufsteiger aus der Oberliga mit ihrem kleinen Kader nach fünf Spielen bereits sieben Zähler auf dem Konto. "Wir stehen fast zu gut da. Das liegt am Fleiß der Mädels", sagt Götz. Rang 5 weist die Tabelle derzeit für Motor aus. Grundlage für den Erfolg ist eine geschlossene Mannschaftsleistung mit einer starken Defensive. "Wir lassen keine guten Chancen zu. Die wenigen Möglichkeiten entschärft dann unsere Torhüterin", sagt Götz. Die Null soll nach Möglichkeit auch am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen Rotation Prenzlauer Berg stehen. Die Berlinerinnen sind mit sechs Zählern einen Platz hinter Meerane auf Rang 6 der Tabelle notiert, haben aber auch zwei Spiele weniger absolviert.

Bei dem Berliner Verein treten am Sonntag auch die Männer des SV Motor an. Die Meeraner belegen mit vier Punkten Platz 6 in der Regionalliga, während Rotation bei drei Punkten und gleicher Anzahl an Spielen (5) auf Rang 8 die rote Laterne hält. Der Abstand zum Schlusslicht hätte aber auch größer sein können, denn beim 2:2 im Heimspiel gegen Jena vom vergangenen Sonntag ließ Motor in der Schlussphase drei Hochkaräter liegen.

"Wenn wir da in den letzten fünf Minuten treffen, gehen wir als Sieger vom Platz", sagt Motor-Trainer Steffen Jahn. In solchen Situationen fehle gerade seinen jungen Spielern noch die Cleverness vor dem Tor. "Aber daraus lernen sie, und das ist auch der richtige Weg", so Jahn. Drei Punkte wären dem Übungsleiter in der Heimpartie gegen die Thüringer zwar lieber gewesen, aber die Punkteteilung war nach dem Spielverlauf gerecht. "Da hätte es keinen Sieger oder Verlierer verdient", sagt Jahn.

Nach einer Ecke legten die Jenaer zunächst vor. "Den Schuss haben sie direkt unter die Latte genagelt, das war schon gut gemacht", so Jahn. Meeranes Kapitän Dirk Lange sorgte aber noch im ersten Spielabschnitt für den Ausgleich. Sein Bruder Bastian Lange zeichnete sich für die 2:1-Führung des SV Motor verantwortlich, doch diese konnten wiederum die Jenaer egalisieren. Nach dem ungenutzten Dreierpack in der Schlussphase blieb es beim Remis.

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