Lichtenstein trifft stets zur richtigen Zeit

Die Fortschritt-Fußballer haben beim Landesklasse- Derby in Oberlungwitz ihren zweiten Sieg im zweiten Spiel erzielt. Die Gastgeber haderten etwas.

Oberlungwitz.

Wie schon beim 1:3 in der Vorwoche bei Lok Zwickau musste Aufsteiger Oberlungwitz auch im ersten Heimspiel gegen Fortschritt Lichtenstein erkennen, was für ein rauer Wind in der Landesklasse weht. Mit 0:4 ging das Derby gegen die robust aber nicht unfair spielenden Gäste verloren. Dabei half der OSV nach engagiertem Beginn beim 0:1 kräftig mit. Nach einer Eingabe wurde der Klärungsversuch zum Querschläger. So hatte Robert Zurek nicht viel Mühe, den Ball ins Netz zu befördern.

"Wir hatten uns viel vorgenommen, aber dann fangen wir uns gleich wieder so ein Gurkentor. Das ist ärgerlich", sagte Trainer Frank Wüstner nach der Partie. Nach dem Tor kontrollierten die Lichtensteiner das Spiel, während Oberlungwitz Mühe hatte, nach vorn Gefahr zu entwickeln. Zudem war ein gewisser Respekt vor der körperbetonten Spielweise der Lichtensteiner zu sehen. Kurz vor dem Pausenpfiff musste Dominik Bahner nach einem robusten Einsteigen von Fortschritt-Kapitän Alexander Strohbach ausgewechselt werden. Für ihn kam Tom Reichel. Kurz darauf hatte Nick Reinhold mit einem Distanzschuss eine der Halbchancen für die Oberlungwitzer, schoss aber vorbei.

Zu Beginn der zweiten Hälfte sahen die rund 150 Zuschauer druckvoll spielende Lichtensteiner, die auf die Vorentscheidung aus waren. Das 0:2 fiel aber eher aus eine Kontersituation, in der wenige schnelle Pässe reichten, ehe Dominic Oertel (56.) nach Vorarbeit von Robert Zurek traf. Nur drei Minuten später erhöhte Rico Bär. Sein Freistoß setzte vor OSV-Torhüter Falk Horn auf, sprang unberechenbar und zappelte auch schon im Netz. Auf der anderen Seite hatte Lichtensteins Torhüter Steve Müller fast schon Mitleid, denn er wusste aus der ersten Halbzeit, dass es in Horns Torraum viele Unebenheiten und Löcher gibt.

"Die Tore sind für uns natürlich zu günstiger Zeit gefallen. Wir haben die Partie aber aus meiner Sicht auch insgesamt bestimmt", sagte Fortschritt-Trainer Mirko Ullmann. Nach einer Stunde war die Partie entschieden. In der Folge zeigte sich, woran der OSV arbeiten muss. Denn selbst bei Ecken und einem Freistoß aus guter Position konnte keine wirkliche Torgefahr erarbeitet werden. Bei einer freien Chance scheiterte Andreas Rottluff, der nicht so abgeklärt vor dem Tor agierte wie die Lichtensteiner. Abwehrspieler Rottluff musste in der Offensive ran, da mit Stefan Rücker ein erfahrener und körperlicher starker Spieler bei Oberlungwitz fehlte.

Viel effektiver vor dem Tor war in der 78. Minute Pierre Börner, der einen Konter mit all seiner Routine zum 0:4 abschloss. Nach dem zweiten Saisonsieg mischt Lichtenstein nun ganz vorn mit und empfängt am Wochenende Reichenbach, während Aufsteiger Oberlungwitz nach zwei Niederlagen am Tabellenende steht und zur abwehrstarken Germania nach Chemnitz muss.

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