Lokalmatador dominiert in Culitzsch die Königsklasse

Motocross: Neubauer jubelt - Bei den Frauen führt eine Werdauerin

Culitzsch.

Zwei Läufe, zwei Siege: Es war kein Wunder, dass Danny Neubauer am Sonntagabend die Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben stand. "Es hätte nicht besser laufen können", sagte der 25-jährige Kawasaki-Fahrer, nachdem er zum Abschluss des 54. Culitzscher Motocross-Rennens einen Start-Ziel-Sieg bei den Masters herausgefahren hatte. Der Lokalmatador beeindruckte vor allem mit der Art und Weise, wie er sich die ersten 50 Punkte für den Kampf um den Sachsenmeistertitel in der Königsklasse (MX1) holte. "Natürlich kenne ich hier auf der Strecke jeden Stein beim Namen. Aber mit dem Heimvorteil allein fährst du so einen Vorsprung nicht heraus. Ich war einfach auch viel besser vorbereitet als in den Jahren zuvor", sagte Danny Neubauer.

Nachdem er sich 2018 mit dem dritten Platz in der Sachsenmeisterschaft zufrieden geben musste, ist in diesem Jahr der Titel das klare Ziel. Dafür absolvierte der selbstständige Monteur ein Trainingslager in Italien, intensivierte sein Fitness- und Athletiktraining und speckte ab. So sah die Konkurrenz am Wochenende nur die Hinterräder der Nummer 712. Doch die Saison ist noch lang: "Ich ruhe mich nicht aus, sondern werde fleißig weiter trainieren", kündigte Danny Neubauer an.

Die erste Kampfansage ließ auch nicht lange auf sich warten und kam von einem Clubkameraden: Alfred Schürer aus Langenbernsdorf, Sachsenmeister von 2018, bewies mit einem starken zweiten Lauf, dass auch in diesem Jahr mit ihm zu rechnen ist. "Ich werde versuchen, Danny da vorne abzufangen", sagte der 28-Jährige, den im ersten Rennen ein Sturz kurz nach dem Start ausgebremst hatte. Er liegt punktgleich mit Patrick Hildebrand (ebenfalls MC Culitzsch) vorerst auf Platz 3 der Meisterschaftswertung.

Mit zwei siegreichen Läufen in der Hobbyklasse untermauerte mit Robert Preuß ein weiterer Fahrer des ausrichtenden Vereins seine Ambitionen für dieses Jahr. "Mein großes Ziel ist der Titel. Aber es sind noch viele Rennen. Daher heißt es erst mal, den Ball flach zu halten", sagte der 22-Jährige aus Stützengrün. Mit einem ersten und einem zweiten Platz hat sich bei den Frauen Angelina Paul aus Werdau eine sehr gute Ausgangsposition verschafft. Darüber hinaus haben in Culitzsch auch die Fahrer des MSC Thurm ordentlich gepunktet. Marnique Kranz fuhr in der MX2- und in der MX1-Klasse aufs Podest. In der Klasse bis 85 Kubikzentimeter sicherte sich Tom Landgraf den Tagessieg. Außerdem wussten Jimmy Opitz mit Rang 3 bei den Zweitaktern und Domenik Klemm bei den 50-Kubikzentimeter-Maschinen zu gefallen.

Insgesamt gingen diesmal mehr als 250 Fahrer aus Sachsen, Bayern, Thüringen und Tschechien in acht Klassen an den Start. "Es waren wieder geile Rennen", sagte Vereinschef Andreas Neubauer vom Motorsportclub Culitzsch, der trotz der schwierigen Witterungsbedingungen mit vielen Helfern für eine gute Piste sorgte. Oliver Tautenhahn zum Beispiel ist seit vielen Jahren bei der Maschinenabnahme und beim Vorstart im Einsatz. Er sagte: "Es macht die Härte des Sports aus, dass die Jungs bei Hitze und Staub genauso fahren wie bei Schnee." (mit sfrl)

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