Meerane auf eigenem Platz chancenlos

Die zweite Runde im Fußball-Landespokalwettbewerb endete auch für den VfB Empor Glauchau ernüchternd. Oberligist Hohenstein-Ernstthal wurde dagegen seiner Favoritenrolle gerecht.

Meerane.

Mit einer deutlichen 0:6-Niederlage gegen den VfB Zwenkau haben die Fußballer des Meeraner SV am Sonntagnachmittag den Einzug in die dritte Runde des Landespokalwettbewerbs verpasst. Im Duell zweier Landesklassemannschaften misslang den Gastgebern bereits der Start in die Partie. "Wir sind von Anfang an nicht gut in die Zweikämpfe gekommen und waren mit dem 0:2 zur Pause noch gut bedient", sagte SV-Trainer Julius Michel nach dem Spiel.

In der Kabine hatte sich sein Team viel für die zweite Halbzeit vorgenommen und erwischte nach dem Wiederanpfiff auch eine gute Phase. Doch der Anschlusstreffer fiel nicht, stattdessen erhöhten die Gäste in der 59. Minute auf 3:0. Bei den Meeranern gingen danach die Köpfe nach unten. In der Folge bestimmte Zwenkau das Geschehen und schraubte das Ergebnis in die Höhe. "Wir wussten im Vorfeld natürlich, dass Zwenkau eine Topmannschaft ist und einen guten Kader hat. Das haben sie dann auch gezeigt. Sie waren zu jeder Zeit besser und haben verdient gewonnen", so Julius Michel.

Der VfL Hohenstein-Ernstthal wies am Sonntag im Auswärtsspiel bei Landesklasse-Vertreter Reichenbacher FC vor offiziell 162 Zuschauern nur selten nach, dass er als Oberligist zwei Klassen höher spielt als die Gastgeber. Am Ende zog die Mannschaft von Trainer Steve Dieske nach dem 3:1-Sieg aber verdient in die dritte Runde des Landespokalwettbewerbs ein.

Rückkehrer Kamil Popowicz, der nach einer Verletzungspause erstmals wieder im Team stand, brachte die Gäste mit einem verwandelten Elfmeter in der 4. Minute in Führung. Doch wer dachte, Hohenstein-Ernstthal könnte die Partie nun kontrollieren, sah sich getäuscht. Schon in der 16. Minute hieß es 1:1. Nach einem langen Ball ging Julius Grabs ins Laufduell, Torhüter Dominik Reißig kam unnötig aus dem Tor, konnte den Ball aber nicht klären und schon beförderte Maurice Lange den Ball zum Ausgleich ins Netz. Danach spielten die Gäste oftmals zu kompliziert. Die erneute Führung gelang dennoch. Nach guter Vorarbeit von Außen war Popowicz in der Mitte bei einem von der Abwehr nicht geklärten Ball zur Stelle und traf mit der Picke (34.). "Seine Rückkehr ins Team war wichtig. Damit gibt es im Angriff mehr Optionen", sagte Steve Dieske. Sein Team spielte nach dem Seitenwechsel sicherer, verpasste aber lange die Vorentscheidung. Erst in der 90. Minute traf Max Schmeling per Freistoß zum erlösenden 3:1. (mpf)

Nach Fortschritt Lichtenstein konnte Kreisligist SV Neudorf am Sonntag mit dem VfB Empor Glauchau bereits den zweiten westsächsischen Landesklassevertreter im Pokalwettbewerb ausschalten. Den Ausschlag beim 1:0-Erfolg der Hausherren gab ein verwandelter Elfmeter.

Glauchau zeigte sich zunächst sehr spielfreudig und kam durch Clemens Prasser nach sechs Minuten zur ersten Torchance. Doch er setzte zu hoch an. In der Folge erspielten sich die Gäste zwar noch mehrere Gelegenheiten, bis zur Pause aber gelang kein Treffer. Neudorf hingegen tauchte kein einziges Mal gefährlich vor dem Kasten von Tom Seyfahrt auf. In der zweiten Halbzeit warteten die Gastgeber auf Fehler der Glauchauer. Nach einem verunglückten Abschlag von Seyfarth konnten die Gäste den Neudorfer Schmiedel in der 58. Minute nur durch ein Foul stoppen. Den Elfmeter verwandelte Norman Matzek sicher zur Führung. Wenig später hätten die Erzgebirger sogar erhöhen können, aber Seyfarth war zur Stelle. In den Schlussminuten wurde es hektisch. Nach einem schönen Anspiel von Nick Reumann traf Toby Ammon zum vermeintlichen Ausgleich. Doch der Linienrichter erkannte auf Abseits. Bei den anschließenden Diskussionen sah Ammon die rote Karte. Schon wenige Minuten zuvor war Ammon allein durch, auch hier entschied der Linienrichter für die Glauchauer nicht nachvollziehbar auf Abseits. Jens Haprich (86.) und Nick Reumann (90.) hatten nochmals den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterten aber. (luhi)

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