Motivation kommt auf besondere Weise

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Trampolinturner von Lok Zwickau üben ohne Druck - Kooperation geplant

Zwickau.

Auch wenn die Ursachen für den zusätzlichen Motivationsschub nicht die wünschenswertesten sind: Bei den Trampolinturnern des ESV Lok Zwickau ist vielen Sportlern in den vergangenen Wochen besonders bewusst geworden, was die Einstufung in einen Landeskader bedeutet. Diese dürfen derzeit trainieren. Viermal pro Woche nutzt die Abteilung die Möglichkeit, um zumindest mit einigen Athleten wieder in der Halle zu sein. "Es ist ein Anfang und auch ein bisschen Abwechslung. Das Onlinetraining wurde gut angenommen und war für das Gemeinschaftsgefühl wichtig. Aber für die Sprünge müssen wir einfach aufs Trampolin", sagt Abteilungsleiterin Alexandra Ade.

Erst Anfang 2020 übernahm die damals 19-Jährige die Funktion. Viel Normalität hat sie seitdem nicht erlebt. Aufgrund der Corona-Pandemie fielen zum Beispiel viele Wettkämpfe aus. Besonders bitter für die Trampolinturner war es Anfang November. "Wir hatte unser Kaderlager auf dem Rabenberg geplant und mussten es durch die neuen Einschränkungen absagen. Eine Woche später aber war das Training für die Kaderathleten wieder möglich", erzählt Ade. Bis Mitte Dezember immerhin konnten diese Sportler weiter auf dem Trampolin üben. Die wettkampffreie Zeit nutzen die Mädchen und Jungen vor allem dafür, um intensiv und ohne Zeitdruck an ihren Sprüngen zu arbeiten. "Das kommt sonst im Saisonverlauf oftmals zu kurz, weil man sich auf die Wettbewerbe vorbereiten muss. Jetzt sind wir da wirklich ein großes Stück vorangekommen", so die Abteilungsleiterin. In der täglichen Arbeit kann sie sich nach wie vor auf ihren Vorgänger Hanspeter Chmilecki verlassen, der sich im Trampolinsport über Deutschland hinaus einen Namen gemacht hat.

Für die Zukunft versprechen sich beide viel von einer engeren Zusammenarbeit mit dem Kunstturnverein Chemnitz. Auch, weil es die Zwickauer derzeit personell gar nicht schaffen, mehr als 20 bis 30 Kinder und Jugendliche ordentlich zu fördern. "Wir können im Moment wirklich nur in Richtung Wettkampfsport gehen. Für eine eher breitensportlich orientierte Trainingsgruppe fehlen uns die räumlichen und personellen Kapazitäten", sagt Alexandra Ade.

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