Motor hat es wieder in der eigenen Hand

Hockey, 2. Liga: Meerane tritt beim Spitzenreiter an

Meerane.

Die Feiertage konnten sie beim Hockey-Zweitligisten SV Motor Meerane genießen. "Wir haben die Füße hochgelegt und uns etwas ausgeruht. Auch mental war die Saison sehr anstrengend, nachdem wir nicht gut reingekommen sind", sagt Trainer Steffen Jahn.

Mit der Ruhe ist es nun vorbei. Nach dem ersten Saisonsieg im letzten Spiel des Jahres 2019 gegen Spandau tritt Meerane als Tabellenletzter am Sonntag um 15 Uhr in der Hahnemann-Schule beim Spitzenreiter Cöthener HC an. "Der Erfolg gegen Spandau war auch für den Kopf sehr wichtig", erklärt Jahn. Nach fünf Niederlagen am Stück habe das Team beim 10:6-Heimsieg gemerkt, dass es gewinnen und Tore schießen kann. "Vor allem in der Souveränität war das sehr stark", sagt Jahn. Das Erfolgserlebnis hat noch einen weiteren positiven Effekt mit sich gebracht, wie der Trainer erfreut betont: "Der Klassenerhalt ist jetzt wieder aus eigener Kraft zu schaffen."

Drei Zähler Rückstand hat Meerane (6. Platz/3 Punkte) vier Spieltage vor dem Ende in der Oststaffel auf den Berliner SC (4./6) und den Spandauer HTC (5./6). Rang 5 würde für den Klassenerhalt bereits ausreichen. Da die beiden Klubs aus der Hauptstadt am Wochenende spielfrei haben, könnte Motor die Teams unter Druck setzen. "Das wird eine schwierige Aufgabe, aber die Spiele gegen den Cöthener HC waren immer knapp", sagt Jahn. Das Hinspiel verlor Motor mit 3:4. "Aber nur, weil wir das Tor nicht getroffen haben", so Jahn. Seine Hoffnung ist, dass sich nach dem Sieg gegen Spandau die Blockaden im Kopf gelöst haben.

Gegen den Spitzenreiter kann Jahn nahezu auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich Abwehrspieler Frederik Hendrich fehlt urlaubsbedingt. Christian Hufnagl als erfahrener und wichtiger Spieler ist am Sonntag mit von der Partie, und auch Wilhelm Keller könnte zurückkehren. Nach seiner Verletzung im Hinspiel gegen Cöthen gingen die Meeraner davon aus, dass Keller in der Hallensaison nicht mehr auflaufen wird. Seine Laufrunden absolviert der Stürmer mittlerweile wieder schmerzfrei und wird Jahn am Sonntag wohl wieder zur Verfügung stehen. "Das hat er mir geschrieben - und dass er keinen Bock aufs Absteigen hat."

So geht es auch dem Rest des Teams, wie der Übungsleiter berichtet: "Wir werden hochkonzentriert nach Köthen fahren." Seine Jungs hätten gut an sich gearbeitet und nun wolle das Team an die Leistung gegen Spandau anknüpfen. "Wir werden nicht ganz chancenlos sein. Selbst ein Punkt würde uns viel helfen." (ewer)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...