Nicht genügend Salz in der Suppe

Zum Auftakt der 2. Liga haben die Hockeyspieler des SV Motor Meerane eine gute Leistung gezeigt. Nur an einer elementaren Sache hat es gehapert.

Meerane.

Nach dem ersten Saisonspiel der 2. Hallenhockey-Bundesliga Ost beim Spandauer HTC ist Steffen Jahn voll des Lobes für sein Team gewesen. "Wir haben das Tempo hoch gehalten und waren meines Erachtens die bessere Mannschaft mit der besseren Spielanlage", sagte der Trainer des SV Motor Meerane. Aus dem Spiel heraus habe sich sein Team ein Chancenplus von circa 20:14 erarbeitet, schätzt Jahn ein. Nur einen Aspekt bemängelte der Übungsleiter: Die Verwertung der Möglichkeiten: "Wir belohnen uns einfach nicht. Aber Tore sind nun mal das Salz in der Suppe." Und davon hatten die Meeraner bei der 4:7 (1:3)-Niederlage am Sonntag einfach zu wenig.

"Wir hätten 2.0 führen können, bevor Spandau das erste Mal bei uns am Schusskreis aufgetaucht ist", sagte Jahn. Doch stattdessen waren auf einmal die Gastgeber mit 2:0 in Front. "Körperlich haben sie sehr hart gespielt, da haben wir uns zu Beginn ein bisschen den Schneid abkaufen lassen", so Jahn. Auch die aus seiner Sicht ungleiche Bewertung der Zweikämpfe durch die Schiedsrichter habe ihm nicht gefallen, "aber deswegen haben wir nicht verloren".

Eiskalt präsentierte sich Meerane allerdings bei den Ecken. Drei Stück wurden Motor zugesprochen, dreimal landete der Ball im Tor. Aus dem Spiel heraus mochte es allerdings nicht so recht klappen. Gegen den oftmals liegend verteidigenden Torwart der Gastgeber versuchte es sein Team zu häufig mit flachen Abschlüssen. "Alle unsere Treffer sind oben im Tor gelandet", so Jahn. In der ersten Hälfte traf Dirk Lange zum zwischenzeitlichen 1:2. Nach der Pause verkürzte Wilhelm Keller auf 2:3, ehe Jens Geier mit dem einzigen Meerane-Treffer aus dem Spiel heraus das 3:3 markierte. Für das 4:4 war erneut Keller zuständig.

"Man merkt, dass uns Christian Hufnagl vorn als Knipser fehlt. Aber mit Blick auf die Saison ist nicht viel passiert. Jetzt heißt es Mund abwischen vor den Heimspielen am Wochenende", sagt Jahn.


Chancenwucher mal zwei

Anderes Team - gleiches Problem: Die 1:6-Heimniederlage der Frauenmannschaft des SV Motor Meerane gegen die Potsdamer Sport-Union in der Regionalliga war ein "sinnloses Ergebnis", sagt SV-Trainer Mirko Götz. Nach 40 Sekunden gingen die Gäste in Führung, "danach spielen ausschließlich wir nach vorne", so Götz.

Etliche klare Chancen erspielte sich Motor, ehe Marie Rothmund vor der Pause zumindest ausglich. Auch im zweiten Durchgang drückte Meerane. "Aus dem Nichts schießt Potsdam in der 49. Minute das 1:2. Bis dahin hatten wir 20:5 Torschüsse", so Götz.

Elf Minuten blieben noch, doch eine Ecke und ein Konter ins verwaiste Tor entschieden das Spiel. "Wir waren 49 Minuten klar überlegen. Die Qualität unserer Schüsse war nicht gut, trotzdem hatten wir mehrere Pfostentreffer", so Götz. Mit einem Punkt nach vier Spielen ist Motor Vorletzter. Weiter geht es mit einem Doppelspieltag am 14. und 15. Dezember. (ewer)

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...