Packung für Reinsdorf-Vielau

Das neue Schlusslicht der Fußball-Landesklasse hat sein Nachholspiel in Reichenbrand 3:6 verloren. Zwischenzeitlich sah es nach einer spektakulären Aufholjagd aus.

Reinsdorf-Vielau.

16 Gegentore in vier Partien: Die Spielvereinigung Reinsdorf-Vielau geht als Neuling in der Fußball-Landesklasse West offenbar schweren Zeiten entgegen. Am Sonntagnachmittag gab es im Aufsteigerduell bei Eiche Reichenbrand eine 3:6 (1:3)-Packung. Die Begegnung sollte bereits am 2. Spieltag ausgetragen werden, musste wegen eines Corona-Falls im Umfeld des Chemnitzer Vereins jedoch verschoben werden. Mit der klaren Niederlage rutschten die Reinsdorf-Vielauer wegen des schlechteren Torverhältnisses auf den letzten Tabellenplatz hinter dem FSV Treuen ab. Beide Mannschaften haben erst einen Zähler auf dem Konto.

Augenzeuge des Spiels in Reichenbrand war auch Michael Krause, Vereinschef der SpVgg. Reinsdorf-Vielau. "Das Resultat hört sich deutlich an, der Spielverlauf war aber nicht so", sagte Krause. Sein Team sei fußballerisch nicht schlechter als der Kontrahent gewesen. "Wir sind in dieser Liga noch nicht angekommen, weil uns die geistige Frische fehlt. In der Landesklasse wird schneller gespielt, und Fehler werden hart bestraft", erklärte der Vorsitzende.

In Reichenbrand lagen die Gäste nach zwölf Minuten schon 0:2 zurück. Dann gab es Elfmeter für Reinsdorf-Vielau, der aber wie vor zwei Wochen gegen Mühltroff vergeben wurde. Diesmal scheiterte Kevin Nickolai vom Punkt. Der Schütze ließ anschließend nicht etwa den Kopf hängen, sondern erzielte nur vier Minuten später den Anschlusstreffer. Nachdem die Elf von Trainer André Göbel zwei weitere Tore zum 1:4 kassiert hatte, schien die Messe gesungen. Doch Aufgeben ist ein Fremdwort bei den Reinsdorf-Vielauern. Plötzlich sah es nach einer spektakulären Aufholjagd aus, als Mirco Wemme und erneut Kevin Nickolai auf 3:4 verkürzten (53., 63.). Eiche wackelte, fiel aber nicht. Stattdessen erzielten die Gastgeber im Gegenzug das 5:3 und machten in dieser höchst unterhaltsamen Partie schließlich noch das halbe Dutzend voll.

Den Stab über das Team will Michael Krause nicht brechen. Ganz im Gegenteil. "Wir halten wie bisher im Verein fest zusammen. Die Mannschaft rennt und kämpft. Das macht Mut", betonte der Präsident und fügte hinzu: "Bei uns wird keiner nervös." Vielleicht hat das Warten auf den ersten Saisonerfolg am kommenden Sonntag ein Ende: Dann empfängt die SpVgg. Reinsdorf-Vielau den ESV Lok Zwickau.

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