Partie im Sahnpark begeistert

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau hat am Wochenende einen Sieg gefeiert und eine Niederlage kassiert. Die Entscheidung ist zweimal im Penaltyschießen gefallen.

Crimmitschau.

1774 Zuschauer haben die Eispiraten Crimmitschau am Sonntagabend trotz einer Niederlage mit Applaus verabschiedet. Das Crimmitschauer Team um Kapitän Adrian Grygiel musste sich den Löwen Frankfurt mit 2:3 (2:1, 0:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen geschlagen geben. Die beiden Mannschaften lieferten sich im Kunsteisstadion im Sahnpark eine intensive und sehenswerte Zweitliga-Partie - mit einem hohen Tempo und vielen Torszenen.

Durch einen Doppelschlag setzte Crimmitschau ein erstes Ausrufezeichen. Die Hausherren waren in der 10. Minute zweimal innerhalb von 37 Sekunden erfolgreich. Dominic Walsh brachte sein Team im Powerplay mit einem Schuss aus der Halbposition in Führung. Im nächsten Angriff traf Lukas Vantuch. Der tschechische Mittelstürmer staubte aus Nahdistanz ab. Zuvor konnte Löwen-Keeper Jimmy Hertel die Scheibe nach einem Versuch von Patrick Klöpper nicht festhalten. Nun bestimmten die Eispiraten das Geschehen. Sie konnten oft nur durch unfaire Attacken gestoppt werden. In Überzahl kamen die Westsachsen mehrfach aus guten Positionen zum Abschluss - unter anderem durch Austin Fyten (13.), Christoph Körner (15.) und Dominic Walsh (16.). Kurz vor der ersten Drittelpause agierten die Gastgeber im Powerplay zu sorglos. Carl Hudson verlor die Scheibe im gegnerischen Drittel. Die Gäste aus Frankfurt konnten durch Stephan MacAulay verkürzen (20.).

Im zweiten Abschnitt tauschten die beiden Teams quasi die Rollen. Crimmitschau kassierte mehr Strafen. Frankfurt erhöhte den Druck. Als Alex Wideman nach einem Wechselfehler und Philipp Halbauer nach einem Beinstellen in der Kühlbox saßen, standen die Eispiraten genau 79 Sekunden in doppelter Unterzahl auf dem Eis. Sie überstanden die Phase unbeschadet. Die Gäste, die auf dem dritten Platz stehen, erspielten sich weiter die besseren Chancen. Eduard Lewandoswski verfehlte das Tor (31.) und Carter Proft scheiterte an Michael Bitzer (35.). In der 39. Minute erzielten die Löwen Frankfurt den 2:2-Ausgleich. Eduard Lewandowski war im Powerplay aus Nahdistanz erfolgreich.

Im letzten Drittel hatten beide Teams die Chancen für die Entscheidung auf dem Schläger. Verteidiger Hagen Kaisler kratzte die Scheibe für den bereits geschlagenen Torhüter Michael Bitzer von der Linie (54.). Mike Fischer (55.) und Roope Ranta (60.) vergaben zudem gute Möglichkeiten für Frankfurt. Auf der Gegenseite scheiterte Carl Hudson nach Zuspiel von Lukas Vantuch (56.). Auch in der Verlängerung agierten die Teams mit offenem Visier. Ein Versuch von Patrick Klöpper landete an der Latte (64.). Damit musste die Entscheidung im Penaltyschießen fallen. Eduard Lewandowski sicherte den Löwen den Zusatzpunkt. Alex Wideman, Patrick Pohl und Lukas Vantuch brachten bei ihren Penaltys die Scheibe nicht im Löwen-Kasten unter.

Bei den Crimmitschauern stand André Schietzold am Sonntag wieder im Aufgebot. Der 32-Jährige fehlte am Freitag aufgrund eines grippalen Infektes bei der Partie beim EV Landshut. Dort feierten die Schützlinge von Trainer Daniel Naud einen 5:4 (1:0, 1:2, 2:2, 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen. Alex Wideman verwandelte vor den mehr als 4200 Zuschauern den entscheidenden Versuch. In der regulären Spielzeit trafen Wideman, Adrian Grygiel, Dominic Walsh und Patrick Klöpper.

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