Podestrang knapp verpasst

Spektakulär ist es am Wochenende in Culitzsch beim Auftakt der Sachsenmeisterschaft im Motocross zugegangen. Mittendrin waren dabei auch Mitglieder des MC Meerane.

Meerane/Culitzsch.

Mehr als 250Fahrer aus Sachsen, Bayern, Thüringen und Tschechien, acht verschiedene Wertungsklassen und zwei Tage Vollgas - die Veranstalter des ersten Wettkampfs der sächsischen Motocrossmeisterschaft waren sehr zufrieden. "Es waren wieder geile Rennen", sagte Andreas Neubauer, der Vereinschef des MC Culitzsch. Vor allem am Samstag fanden sich viele Anhänger des Motocross auf der Strecke ein. "Leider hat am Sonntag dann das Wetter nicht mitgespielt", so Neubauer.

Meeraner waren dabei aber nicht nur auf den Zuschauerrängen zu finden. Auch Mitglieder des MC gingen bei dem Wettkampf an den Start und mischten bei der wilden Rundenhatz kräftig mit. In der Klasse "Old Masters - Ü 45" bewies MC-Gründungsmitglied Ronald Reichenbach, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Insgesamt 36 Punkte erfuhr der Meeraner in seinen zwei Läufen und landete damit auf Platz 4 in der Gesamtwertung - nur zwei Zähler hinter dem Drittplatzierten Thomas Glöckner (MSC Lugau). Im ersten Rennen fuhr Ronald Reichenbach sogar auf Platz 3, konnte den Podestrang im zweiten Lauf aber nicht verteidigen. Dort stand für ihn Rang 5 zu Buche. Gesamtsieger wurde in der Klasse Thomas Schröder (MSC Schwartenberg).

Auch das Meeraner Vereinsmitglied Eric Paetzold vom Team MXSL Suspensio ging in Culitzsch an den Start. 16Punkte reichten in der Hobbyklasse für Platz 12 in der Gesamtwertung. Der Meeraner sammelte in den beiden Rennen jeweils acht Punkte für Platz 13. Den Gesamtsieger in dieser Wertungsklasse stellte mit Robert Preuß der gastgebende Verein MC Culitzsch. "Mein großes Ziel ist der Sachsenmeistertitel. Aber es sind noch viele Rennen. Daher heißt es erst mal, den Ball flach zu halten", sagte der 22-Jährige.

Genauso erfolgreich präsentierte sich Danny Neubauer vom MC Culitzsch, der in der Königsklasse MX1 die volle Punktzahl von 50 Zählern für zwei Siege in den Einzelläufen einfuhr. Es war kein Wunder, dass ihm die Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben stand. "Es hätte nicht besser laufen können", sagte der 25-jährige Kawasaki-Fahrer, nachdem er zum Abschluss sogar einen Start-Ziel-Sieg herausgefahren hatte. "Natürlich kenne ich hier auf der Strecke jeden Stein beim Namen. Aber mit dem Heimvorteil allein fährst du so einen Vorsprung nicht heraus. Ich war einfach auch viel besser vorbereitet als in den Jahren zuvor", sagte Danny Neubauer

Nachdem er sich 2018 mit dem dritten Platz in der Sachsenmeisterschaft zufrieden geben musste, ist in diesem Jahr der Titel das klare Ziel. Dafür absolvierte der selbstständige Monteur ein Trainingslager in Italien, intensivierte sein Fitness- und Athletiktraining und speckte ab. So sah die Konkurrenz am Wochenende nur seine Hinterräder. Doch die Saison ist noch lang: "Ich ruhe mich nicht aus, sondern werde fleißig weiter trainieren", kündigte Danny Neubauer an. Die erste Kampfansage ließ nicht lange auf sich warten und kam von einem Clubkameraden: Alfred Schürer aus Langenbernsdorf, Sachsenmeister von 2018, bewies mit einem starken zweiten Lauf, dass mit ihm zu rechnen ist. "Ich werde versuchen, Danny da vorne abzufangen", sagte der 28-Jährige, den im ersten Rennen ein Sturz kurz nach dem Start ausgebremst hatte. (mit tyg)

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