Premiere in der Oberliga geht daneben

Die Fußballer des VfL 05 haben ihr erstes Oberligaspiel absolviert. Die Niederlage hatte auch personelle Gründe.

FC Inter Leipzig gegen VfL 05 Hohenstein-Ernstthal 5:1 (3:0). Die Oberligapremiere verlief für den VfL 05 nicht wie erhofft. Die Mannschaft musste bei einem Titelfavoriten ran, der bei Spieltempo und Ballsicherheit klare Vorteile hatte. Außerdem hatte sich die Personalsituation kurzfristig verschlechtert. Außenverteidiger Fritz Gerisch konnte nicht mitwirken und mit Michael Neubert war ein zweiter Linksfuß verletzt. Nach der Erwärmung musste auch Neuzugang Maik Georgi passen. Thomas Kochte und Guido Heßmann fehlten berufsbedingt. "Dann wird es gegen so einen Kontrahenten schwierig", sagte Teammanager Heiko Fröhlich, der direkt von den Futsal-Testspielen in Polen nach Torgau gereist war, wo die Leipziger ihre Heimspiele austragen. Die Kulisse dort war nicht berauschend. Unter den rund 100 Zuschauern waren auch 30 VfL-Anhänger, die das erste Oberligaspiel ihres Vereins sehen wollten.

Inter Leipzig, mit neun teils internationalen Neuzugängen auf Halbprofiniveau, startete mit viel Tempo und legte durch Adrian Perez Bravo (11., 22.) vor. Kurz vor der Pause erhöhte Frank Baidoo (45.). Dem VfL gelang nicht viel, und ohne eine gute Leistung von Pavel Petkov im Tor, der mehrfach stark in Eins gegen Eins-Situationen sowie auf der Linie agierte, hätte es sogar noch deutlicher werden können.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Karl-May-Städter besser mit, doch direkt in diese Phase hinein fiel das 4:0 der Leipziger. Torschütze war erneut Frank Baidoo (57.). Den Ehrentreffer und damit auch das erste Tor des VfL in der Oberliga des nordostdeutschen Fußballverbandes markierte Fabian Erler nach einem guten Spielzug (88. ). Im Gegenzug stellten die Leipziger den alten Abstand wieder her. "In dieser Form spielt Leipzig auf jeden Fall um den Titel. Wir haben ihnen aber auch zwei Tore durch katastrophale Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung geschenkt", sagte Fröhlich. Die Mannschaft müsse sich schnell auf das höhere Tempo in der Oberliga einstellen, auch wenn kaum ein Team so stark agieren dürfte wie Inter.

Im ersten Heimspiel am Sonntag will sich der VfL nicht so überrumpeln lassen. Dann ist der FC Eilenburg zu Gast und Premierengegner bei der Platzweihe auf dem erneuerten Kunstrasen im Hot-Sportzentrum am Schützenhaus.

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