Regionalliga - SV Sachsenring ist dabei

Hinter den Männern des SV Sachsenring I liegt eine aufregende Saison in der Tischtennis-Regionalliga. Sie nahm noch einen glücklichen Ausgang.

Hohenstein-Ernstthal.

Es ist geschafft, die erste Mannschaft des SV Sachsenring nimmt im September ihr vierte Saison in der Tischtennis-Regionalliga, der vierthöchsten Spielklasse Deutschlands, in Angriff. Bis das feststand, musste lange gezittert werden.

Niederlage wird zur Last

Das Bangen begann bereits beim ersten Heimspiel am zweiten Spieltag. Die Verantwortlichen hatten zum Auftakt vor den eigenen Fans eine Lasershow vorbereitet, dazu regnete es 3000 Bälle von der Decke der Pfaffenbergturnhalle. Das Spektakel fand statt, die Partie nicht. Was war passiert? Zwei Stammspieler des SV Sachsenring standen bei der Anreise im Stau und kamen zu spät. Den Regeln entsprechend wurde das Spiel mit 9:0 für den Gegner SSV 07 Schlotheim gewertet. Diese Last hatte die Mannschaft im Verlauf der gesamten Saison zu schultern. "Die unfassbare Niederlage musste so schnell wie möglich aus den Köpfen raus. Bei solch einer jungen Truppe, der jüngsten der Liga, kein einfaches Unterfangen", erinnert sich Teamchef Christian Hornbogen. In der Vorrunde wurde noch dreimal knapp verloren. Am Ende hatte der SV Sachsenring nur vier Punkte, das war Rang neun und ein Abstiegsplatz. "Wir standen mit dem Rücken zur Wand", blickt Hornbogen zurück.

Die Situation weckte aber offenbar auch zusätzlich den Kampfgeist beim Team. Was Sachsenring in der Rückrunde auf die Tische zauberte war laut Hornbogen sensationell und nicht zu erwarten. Die Männer ließen die "Grüne Hölle" auf dem Pfaffenberg beben. Vier Siege und ein Unentschieden in fünf Begegnungen war die Heimbilanz der zweiten Halbserie. Kein Gegner konnte auf dem Berg zwei Punkte entführen. So landeten die Hohenstein-Ernstthaler am Ende der Punktspiele auf Relegationsplatz acht. Das hätte ein Turnier um den Klassenerhalt mit dem jeweils Zweiten der Oberliga Mitte, Stahl Blankenburg, und Oberliga Bayern, TTC Fortuna Passau II, zur Folge gehabt. Daraus wurde nichts. Passau II verzichtete auf die Relegationsteilnahme und Fürstenfeldbruck zog seine Mannschaft aus der 2. Bundesliga in die Verbandsliga Bayern zurück. Dadurch wurde ein weiterer Platz in der Regionalligasaison 2016/2017 frei. Der SV Sachsenring konnte quasi auf dem Sofa den Klassenerhalt feiern.

Erfahrung kommt ins Team

Der Teamchef kann der Zitterserie auch etwas Positives abgewinnen. "Die jungen Spieler waren permanent Druck ausgesetzt und haben gelernt, damit umzugehen. Das kann sich auszahlen", sagt er. Wiederholen soll sich so etwas trotzdem nicht. Deshalb wurde mit dem 47-jährigen Tschechen Roland Krmaschek Erfahrung ins Team geholt. Er kommt vom Drittbundesligisten NSU Neckarsulm, besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und spielt seit 25 Jahren in Deutschland. Außerdem wird der 15-jährige Ägypter Youssef Abdel-Aziz zur Mannschaft stoßen. Laut Teamchef gehört er zu den weltbesten Nachwuchsspielern und wurde vom Materialpartner der Hohenstein-Ernstthaler geholt. Wegen anderer sportlicher Verpflichtungen kann er aber nur einige Spiele für Sachsenring bestreiten. Dmitry Zakharov verlässt Sachsenring Richtung Magdeburg.

Christian Hornbogen verspricht den Fans, nicht zuletzt wegen der zwei Neuzugänge, 2016/2017 spannende Partien. Was die Zuschauer betrifft, liegt hinter Sachsenring eine tolle Saison. Trotz der brenzligen Situation kamen im Durchschnitt 150 Fans in die Halle. Zum letzten Heimspiel waren es sogar 260. Damit sind die Hohenstein-Ernstthaler die Nummer eins in Sachsen.

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