Reinsdorf-Vielau als Gejagter

Der Spitzenreiter der Fußball-Westsachsenliga hat sich für die Rückrunde verstärkt. Die verspricht aber trotzdem Spannung.

Zwickau.

Mit dem Duell des SV Planitz gegen den TSV Crossen wird am Samstag, 13 Uhr im Westsachsenstadion Zwickau die Rückrunde in der Westsachsenliga eröffnet. Das Auftaktduell der punktgleichen Tabellennachbarn hat es gleich in sich. Während Planitz als Sechster im Plan liegt, hat sich Crossen (5.) nach dem Abstieg mit der höchsten Klasse auf Kreisebene angefreundet. "Das Niveau in der Liga ist gut. Es gibt viele attraktive Spiele und reizvolle Derbys. Wir haben unseren Umbruch und die Verjüngung ordentlich hinbekommen, wollen uns weiter stabilisieren und zu alter Heimstärke finden", sagt TSV-Präsident Thomas Wunderlich. Crossen hat daheim nur acht Punkte geholt, ist aber bestes Auswärtsteam.

Spannung verspricht auch der Titelkampf: Die SpVgg Reinsdorf-Vielau grüßt von der Spitze, doch der FC Sachsen Steinpleis Werdau sitzt ihr mit nur zwei Punkten Rückstand im Nacken. Wie ernsthaft die Reinsdorfer um Trainer André Göbel den Meistertitel angehen, unterstreichen die Verpflichtungen in der Winterpause. Mit Torjäger Carsten Pfoh (vom VfB Empor Glauchau), Kevin Nickolai (SG Schönfels) und dem Ex-Planitzer Florian Otto hat der Spitzenreiter sein Offensivpotenzial angehoben.

Eine Kampfansage aus Werdau gibt es zwar nicht, doch die Sachsen-Elf will ihre Ambitionen wahren. "Wenn wir gut aus den Startlöchern kommen, wollen wir oben dran bleiben und versuchen, den Spitzenreiter zu ärgern", sagt der sportliche Leiter Jens Heine. Doch auch den Tabellendritten SV Blau-Gelb Mülsen, der seine Generalprobe gegen die SG Motor Thurm mit 4:0 gewann, sollten die Fans auf der Rechnung haben. Trainer Sven Fritzsche kann auf eine eingespielte Mannschaft bauen.

Die Überraschung der Saison ist der Oberlungwitzer SV, der mit seinem stark verjüngtem Team hinter dem Spitzentrio lauert. "Wir nehmen die gute Ausbeute der Hinrunde gern mit ins neue Jahr", erklärt OSV-Stürmer Stefan Rücker, der mit neun Treffern gemeinsam mit dem Reinsdorfer Marcel Lange die Torschützenliste anführt. Während sich der TV Oberfrohna (19 Punkte) und der SV Mülsen St. Niclas (18) noch im Mittelfeld befinden, beginnt auf Rang 9 die Zone der abstiegsgefährdeten Mannschaften. Der FSV Limbach-Oberfrohna und die SG Traktor Neukirchen (je 16 Punkte) haben noch einen kleinen Vorsprung, für die SG Friedrichsgrün (14) sieht die Lage schon etwas bedrohlicher aus. Neukirchen wähnt sich keineswegs sicher, weil Offensivmann Marko Markow in seine bulgarische Heimat zurückgekehrt ist und und der vom thüringischen Landesligisten zurückgekehrte Rico Löbel in den ersten Spielen wegen Rückenbeschwerden fehlt.

Auf Abstiegskampf pur müssen sich der VfL Wildenfels (10 Punkte), die SG 48 Schönfels und der Meeraner SV II (je 9) einstellen. Der Wildenfelser Absturz kommt für viele etwas überraschend, denn die Elf um Kapitän Lukas Reichenbach und Johannes Gemeinhardt (früher FSV Zwickau, VFC Plauen) verfügt über ein gutes Potenzial, das sie aber zu selten auf den Platz bringt. Die Schönfelser mussten mit der Hypothek eines Fehlstartes und langfristiger Verletzungsausfälle (u. a. Bößneck, Dietz, Rezkar, Senftleben) leben. Nach dem Aufwind vor der Winterpause will die SG mit der zweitjüngsten Mannschaft der Liga drin bleiben.

Für die punktgleichen Meeraner wird es schwer, sich aus dem Abstiegsstrudel zu befreien. Dennoch haben die MSV-Kicker den Klassenerhalt nicht abgeschrieben und hoffen, dass sie am Sonntag gegen Blau-Gelb Mülsen für einen ähnlichen Paukenschlag wie im Hinspiel sorgen können, als sie 3:2 gewannen.

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