Ringer nehmen Aufstieg ins Visier

Der AC Werdau will von der Landes- in die Regionalliga hoch. Für das Ziel wurde jetzt unter besonderer Anleitung trainiert.

Werdau.

Die Mannschaftsleiter Jürgen Klimke und Andi Hother waren eher in der Rolle des Zuschauers, als die Ringer des AC Werdau in der Schwerathletik-Halle in den vergangenen Tagen mächtig ins Schwitzen kamen. Schließlich hatte beim traditionellen Trainingslager vor dem scharfen Start der Landesliga mit dem Ungarn Zsombor Istvan Gulyas der sächsische Freistil-Landestrainer die Einheiten übernommen.

"Das Trainingslager hat auch in diesem Jahr einen Hauch von Teambuilding, obwohl durch Corona das Ganze ein bisschen anders über die Bühne geht als zuletzt", sagte Jürgen Klimke, der leicht angeschlagen nicht auf die Matte gehen konnte. "Wir wollen den nächsten Anlauf in Richtung Regionalliga machen und den Schritt am Ende möglichst auch schaffen", betonte der Mannschaftsleiter, der künftig dank sieben Neuzugängen einen 23-köpfigen Kader zur Verfügung hat. Nachdem sich die Werdauer bereits im Januar die Dienste des Ungarn Richard Ligeti sicherten, kamen in den letzten Wochen Tjark Berg vom SV Halle, Steve Brylla aus Frankfurt/Oder, Ersan Hameli vom KSC Apolda, Konrad Dyrschka vom AC Taucha, Kramjeet Holstein vom KFC Leipzig und Moritz Langer vom PSV Rostock dazu. "Wir denken, dass wir jetzt auch in den unteren Gewichtsklassen gut besetzt sind und gegen die Mitfavoriten aus Greiz und Aue bestehen können", so Klimke. Die Riege FC Erzgebirge Aue II ist am 10. Oktober ab 19.30 Uhr in der Sporthalle am Gymnasium der erste Gegner der Werdauer in der neuen Serie.

Der Verein hat nicht nur den Kampf um den Aufstieg in die Regionalliga vor der Brust. 2022 richten die Werdauer die Deutsche Meisterschaft der A-Jugend aus. "Der Sächsische Ringer-Verband hat ein Empfehlungsschreiben zu unseren Gunsten an den Deutschen Ringerbund geschickt, der dann den Wettkampf nach Werdau vergeben hat", sagt AC-Pressereferent Steffen Olbrich, der auch auf die Unterstützung der Stadt hofft. Schließlich werden an den beiden Tagen - der genaue Termin steht noch aus - Sportler aus ganz Deutschland auf der Matte stehen. Neben der Verpflegung müssen auch entsprechende Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. "Die Meisterschaft ist eine Herausforderung für uns, aber wir wollen es schaffen", betont Olbrich.

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