Sachsenderbys lange offen

Leipzig war für die zwei Zwickauer Basketballteams diesmal kein gutes Pflaster. Beide kehrten mit leeren Händen heim.

Leipzig.

Die GGZ Baskets Zwickau haben in der 2. Regionalliga Südost, Staffel Nord, beim USC Leipzig eine unnötige 72:78 (18:19, 36:35, 57:57)- Niederlage einstecken müssen.

Ohne den erkrankten Uwe Kupfer Zwingelberg entwickelte sich von Anfang an eine zähe Partie mit viel Krampf und wenig Spielfluss (10:10/6.). Der Rest des Viertels fand vornehmlich an der Freiwurflinie statt. Im zweiten Abschnitt startete Zwickau einen 13:0-Lauf zur 31:22-Führung (15.). Doch danach stockte der Motor durch schlechte Ballbewegung heftig, und Leipzig kam bis zum Halbzeitpfiff wieder heran. Der Beginn des dritten Viertels gehörte komplett dem USC. Ob es daran lag, dass Zwickau nicht die Möglichkeit hatte, sich richtig warm zu machen, da in der Pause auf ihrer Spielseite das Korbnetz erneuert wurde, oder ob einfach die Gedanken noch in der Kabine waren, bleibt Spekulation. Nach 24 Minuten lag der Gast mit 38:46 zurück. Kapitän Felix Fraas und Hendrik Bellscheidt übernahmen jetzt viel Verantwortung. Zwickau gelang der Ausgleich. Das Spiel war ungemein spannend (72:72/39.). In den letzten 80 Sekunden unterliefen Zwickau allerdings mehrere Fehler. Schlechtes Reboundverhalten führte zur zweiten Chance nach verworfenem Freiwurf des USC, und schlechte Entscheidungen im Angriff ließen die Punktezahl der Gäste nicht mehr steigen. Mit taktischen Fouls wurde Leipzig an die Linie geschickt, wo die Hausherren sicher verwandelten und am Ende jubelnd das Feld als Sieger verließen.

Den Oberliga-Frauen des BC Zwickau erging es nicht besser. Sie verloren bei den Leipzig Lakers mit 52:65 (9:15, 24:37, 43:44). Der Gastgeber begann druckvoll und führte nach drei Minuten mit 6:0, ehe Zwickau zu seinen ersten Punkten kam. Die eigenen Angriffe wurden zwar gut ausgespielt, doch zu Beginn fehlte die Genauigkeit beim Abschluss. Im zweiten Viertel wurde Zwickau sicherer in der Defense, nutzte aber offensiv seine Chancen zu wenig. Von den 13 Punkten Halbzeitrückstand ließ man sich jedoch nicht entmutigen. Mit umsichtiger Verteidigung und variablen Angriffen kämpfte sich der BC vorm Schlussviertel bis auf einen Punkt heran. Die Partie war wieder offen. Beide Mannschaften kämpften mit viel Einsatz um jeden Zentimeter und jeden Ball. Beim Stand von 48:46 (33.) erhielt Viola Kollten-Müller bei einer Befreiungsaktion unglücklich ihr fünftes persönliches Foul. Danach zog Leipzig wieder davon, weil sich in der Offensive gezwungenermaßen viel auf Angy Thieme konzentrierte und in der Abwehr den Gastgebern viele Offensivrebounds und dadurch zweite Chancen eröffnet wurden. stew/ruw

Statistik Zwickau (Männer): Albrecht (4), Bellscheidt (18), Fraas (11), Franke, Kretzschmar (4), Linke (4), Rein (4), Stegner (1), Veith, Velishaev (17), Wietasch (9) Zwickau (Frauen): Kollten-Müller (18), Thieme (9), Förster (9), Stein (6), Krauß, Lorenz (2), Enochs (4), Wingral (4), Hüttelmayer

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