Spieler im Stau bringen Gästen den Sieg

In der Regionalliga trafen die Tischtennisspieler des SV Sachsenring auf den SSV 07 Schlotheim. Sie verloren das Heimspiel, weil zwei Akteure nicht antreten konnten.

Hohenstein-Ernsthal.

Die Sporthalle auf dem Pfaffenberg hat schon atemberaubende, tolle und sehr spannende Auseinandersetzungen erlebt. Was die mehr als 170 Zuschauer am Freitagabend sahen, hat die Gefühlswelt der Fans aber ziemlich durcheinandergeschüttelt.

Zu ungewöhnlich später Stunde - nämlich erst um 20 Uhr - läutete der gastgebende SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal die neue Ära des Plastikballs mit einer choreografisch wunderbar inszenierten Showeinlage ein. Sie wurde von den Zuschauern mit begeistertem Applaus bedacht.

Das anschließende erste Heimspiel der noch jungen Saison verlief dann mehr als kurios. Zwei Stammspieler der Hohenstein-Ernstthaler, Dmitry Zakharov und Aleksandr Smirnov, steckten im Stau und waren zu Beginn der Partie noch nicht anwesend. Immer im Telefonkontakt hofften die Hohenstein-Ernstthaler, dass beide Spieler noch rechtzeitig, und das heißt in diesem Fall mit Beginn der zweiten Einzelrunde, eintreffen würden. Somit begann die Partie gegen die sehr fairen und sympathischen Gäste aus Thüringen mit Vier gegen Sechs. Ein Doppel und zwei Einzelspiele mussten somit zunächst kampflos abgegeben werden.

In den beiden regulär gespielten Doppeln verloren Nick Neumann-Manz/Johann Koschmieder mit 0:3 gegen das Spitzendoppel der Gäste. Chris Albrecht/Thomas Hornbogen setzten sich dagegen in ihrer Partie mit 3:0 durch. Nick Neumann-Manz erkämpfte gegen die Nummer eins der Gäste, Ludek Laboutka, einen deutlichen 3:0-Erfolg. Und auch Chris Albrecht, Thomas Hornbogen sowie Johann Koschmieder gewannen ihre Spiele und der Gastgeber führte mit 5:4.

Die beiden Spieler standen indes immer noch im Stau und konnten auch zum zweiten Durchgang nicht antreten. Nach Wettspielordnung war somit die Mannschaftsaufstellung nicht regelkonform und die Partie wird mit 9:0 für die Gäste gewertet.

Ein mehr als unglücklicher Umstand, den Teamcoach Christian Hornbogen bedauerte. Im Namen der Mannschaft entschuldigte er sich bei den zahlreichen Zuschauern.

Jetzt heißt es im Lager des SV Sachsenring: Wunden lecken und das nächste Heimspiel gegen Effeltrich am kommenden Sonnabend akribisch vorbereiten.

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