Stürmer verschiebt Comeback

Nach langer Pause hat sich Christoph Kabitzky vom Eishockey-Zweitligisten aus Crimmitschau auf die Rückkehr ins Mannschaftstraining gefreut. Daraus ist gestern aber nichts geworden.

Crimmitschau.

Stürmer Christoph Kabitzky muss seinen Comeback-Versuch beim Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau verschieben. Der 22-Jährige sollte gestern - erstmals nach einer fast siebenwöchigen Verletzungspause wegen einem Bruch der Augenhöhle - wieder das komplette Pensum mit seinen Teamkollegen auf dem Eis absolviert. Daraus ist allerdings nichts geworden. "Der Bereich unter seinem Auge war vor der Übungseinheit entzündet und stark geschwollen. Deshalb mussten wir ihn erst einmal zum Augenarzt schicken", bedauert Trainer Chris Lee, der bis gestern Nachmittag aber noch kein Ergebnis der Untersuchung vorliegen hatte.

Die Folgen der Verletzung, die Mitte August nach einem Zweikampf im Training passiert ist, spürt "Kaba" momentan immer noch - im Alltag und auf dem Eis. Er bekam bei einer Operation im Uniklinikum in Leipzig eine kleine Metallplatte eingesetzt. "Wenn ich nach oben schaue und bei schnellen Bewegungen ist die Sehkraft im Auge nicht bei hundert Prozent", sagt der gebürtige Nürnberger. Die Ärzte hätten ihm aber zugesichert, dass in den nächsten Monaten oder spätestens nach dem Entfernen der Metallplatte eine Besserung der Sehkraft zu erwarten sei.

In den nächsten Monaten wird Christoph Kabitzky vor allem durch einen Helm mit einem Gitter auffallen. Dadurch soll das Gesicht vor einer erneuten Verletzung geschützt werden. Mannschaftsleiter Klaus Schietzold hat den Helm, den normalerweise nur die Nachwuchsspieler tragen, aus seinem Lager geholt. "Das Gitter schränkt die Sicht deutlich ein. Daran führt aber kein Weg vorbei", sagt Christoph Kabitzky, der in der abgelaufenen Saison in 21 Partien für die Eispiraten im Einsatz war. Dabei kam er auf zwei Tore und acht Vorlagen.

Trainer Chris Lee macht deutlich, dass der Stürmer in den nächsten Wochen langsam wieder an das Team herangeführt werden soll. Für einen Platz in den ersten drei Sturmreihen wird es wahrscheinlich nicht sofort reichen. "Zwischen Trainings- und Spielfitness gibt es immer noch Unterschiede. Christoph Kabitzky soll als zehnter oder elfter Stürmer zunächst bei einigen Wechseln auf das Eis kommen und Spielpraxis sammeln", sagt der Eispiraten-Coach, der mit seinen Schützlingenmomentan auf dem neunten Platz in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) steht.

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