SV Sachsenring geht nächsten Schritt

Die Tischtennisspieler des Vereins aus Hohenstein-Ernstthal schlagen in der kommenden Saison sowohl in der 3. Bundesliga als auch in der Regionalliga auf. Das war so nicht zu erwarten, wird aber als tolle Chance angenommen.

Hohenstein-Ernstthal.

Der März und der April hätten für die Tischtennisspieler des SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal normalerweise viel Spannung gebracht. Denn die Saison in der Staffel Süd der 3. Bundesliga sollte am 19. April mit einem Heimspiel gegen einen namhaften Gegner zu Ende gehen: Die Partie gegen den FC Bayern München stand für den Saisonabschluss im Spielplan. Doch das ist durch die Corona-Krise längst hinfällig. Mitte März wurde die Spielzeit zunächst unterbrochen und ist mittlerweile offiziell beendet. Die Tabellenstände vom 13. März wurden als Endergebnisse gewertet, was vorher intensiv diskutiert wurde.

"Damit haben wir in der 3. Bundesliga unser Saisonziel erreicht", sagte Teamchef Christian Hornbogen. Platz sechs mit 12:14 Punkten bedeutet den sicheren Klassenerhalt. Einen Platz schlechter ist der namhafte FC Bayern München, der im Tischtennis längst nicht die Größe hat wie die Fußballer. Der Klassenerhalt wäre auch ohne den Saisonabbruch fast sicher gewesen, denn vom Leistungsvermögen gehört der SV Sachsenring ins Mittelfeld der Liga. Nach dem Weggang von Spitzenspieler Youssef Abdel-Aziz herrschte nur anfangs eine gewisse Unsicherheit, wie sich das Team behaupten wird. Spitzenspieler Miroslav Horejsi hatte zwar eine kleine Schwächephase im Saisonverlauf, konnte aber genau wie Andrey Milovanov, Nick Neumann-Manz, Johann Koschmieder und Roland Krmaschek gerade in den entscheidenden Spielen wichtige Punkte sammeln.

Derzeit ist die Disziplin der Spieler gefragt. "Sie müssen sich allein fit halten. Aber ich bin sicher, dass jeder weiß, worauf es ankommt", sagt Christian Hornbogen. Mit Blick auf die kommende Saison wird ihm zumindest bei der Kaderplanung nicht bange. "Die Personalfragen werden beim Tischtennis ja schon im Januar und Februar geklärt", sagt er. Deshalb war schon vor der Corona-Krise weitgehend klar, wie es weitergeht. Die erste Mannschaft verändert sich kaum. Ein neuer Spieler, dessen Name noch nicht verraten wurde, soll zum SV Sachsenring kommen.

Roland Krmaschek wechselt voraussichtlich in die zweite Mannschaft, denn dort wird seine Erfahrung dringend gebraucht. Die Reserve führt mit 25:3 Punkten die Mitteldeutsche Oberliga souverän an und kann nun in die Regionalliga Süd aufsteigen. "Das war so nicht unbedingt zu erwarten oder geplant", sagt Hornbogen. Das Team, in dem Nachwuchsspieler wie Karl Zimmermann, Pavel Daunarovich und Johann Koschmieder eine beachtliche Entwicklung hingelegt haben, kann so aber den nächsten Schritt machen. Im Meisterteam kamen darüber hinaus Michal Baron, Andrey Grossu, Miroslav Cecava, Florian Kaulfuß und Ben Seifert für den SV Sachsenring zum Einsatz.

Leistungsmäßig sieht Hornbogen keinen allzu großen Sprung zwischen den Ligen und hofft, dass die Reserve mithalten kann. Der Aufwand durch längere Auswärtstouren sei auch nicht riesig und dürfte zu stemmen sein. Dabei hofft Hornbogen natürlich, dass die Corona-Krise keine zu massiven Auswirkungen auf die Sponsorenlandschaft hat und auch die Zuschauerresonanz in der "Grünen Hölle" auf dem Pfaffenberg, die in Sachen Besucher in der 3. Bundesliga Maßstäbe setzt, künftig so gut bleibt.


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