Trainer schenken Brett Kilar das Vertrauen

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau startet in die Play-offs. Im Viertelfinale wartet ein namhafter Gegner mit Ambitionen auf die DEL.

Crimmitschau.

Torhüter Brett Kilar hat im Kasten des Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau bisher die Konstanz vermissen lassen. Auftritte mit starken Paraden folgten Partien mit dummen Gegentoren. "Das Wechselspiel, welches es in der Hauptrunde auf der Torhüterposition gab, hat mich verunsichert. Das muss man mit etwas Abstand feststellen", sagt der 26-jährige Deutsch-Amerikaner, der in der entscheidenden Phase der Saison das Vertrauen von Trainer Danny Naud und Co-Trainer Boris Rousson ausgesprochen bekommt: Brett Kilar steht zum Start der Play-offs im Eispiraten-Kasten. Sebastian Albrecht nimmt den Platz auf der Bank ein. Ryan Nie, der für den Notfall lizenziert wurde, soll vorerst nicht nach Crimmitschau kommen.

Im Viertelfinale der Play-offs kommt es zum Duell zwischen den Löwen Frankfurt und den Eispiraten Crimmitschau. Das erste Spiel wird am heutigen Freitag, ab 19.30 Uhr, in der Eissporthalle in Frankfurt/Main ausgetragen. Am Sonntag geht es ab 17 Uhr im Kunsteisstadion im Sahnpark weiter. Dazu erwarten die Eispiraten-Verantwortlichen zwischen 3200 und 3500 Zuschauer. "Das wird letztlich auch vom Ausgang der ersten Partie abhängen", sagt Geschäftsführer Jörg Buschmann. Die Serie wird im Modus "best of seven" ausgetragen. Das heißt: Wer zuerst vier Spiele gewonnen hat, steht im Halbfinale.

Obwohl die Löwen Frankfurt, die als einziger Zweitligist eine Bewerbung für den Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) abgegeben haben, alle vier Hauptrunden-Duelle gegen Crimmitschau gewinnen konnten, sieht Brett Kilar die Westsachsen nicht ganz chancenlos. Das bestätigt ein Blick in die Statistik: Kilar und Co. mussten sich in den Heimspielen jeweils erst im Penaltyschießen geschlagen geben. Beim ersten Auftritt am Main verspielten die Eispiraten einen 3:0-Vorsprung. "Wir haben in drei von vier Partien eine gute Leistung gezeigt. Die Löwen Frankfurt werden sich nicht auf uns als Gegner freuen", kommentiert Brett Kilar und ist überzeugt, dass der Erfolg in den Pre-Play-offs gegen die Kassel Huskies noch einmal zusätzliche Kräfte freigesetzt hat. Der Schlussmann berichtet von einer "frohen und erleichterten Stimmung" in der Kabine. Kilar: "Wichtig war, dass wir nach der 1:6-Heimniederlage sofort eine Antwort geben konnten."


Nur Klöpper fällt aus

Personell können Trainer Daniel Naud und Co-Trainer Boris Rousson fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Stürmer Patrick Klöpper, der immer noch an den Folgen eines Kieferbruchs leidet, standen am Donnerstagvormittag alle Profis zum Training auf dem Eis. Das heißt: Auch Philipp Halbauer und Tobias Kircher, die am Dienstag in Kassel krankheitsbedingt gefehlt haben, rücken wieder in den Kader.

Trotz der zusätzlichen Alternativen starten die Eispiraten Crimmitschau wahrscheinlich nur mit drei Blöcken in das Viertelfinale. "Wir setzen auf die Variante, mit der wir in den letzten Wochen erfolgreich waren", sagte Trainer Daniel Naud, der mit Yannick Mund, Marius Demmler und Tobias Kircher auch eine vierte Reihe bilden könnte. Nur vier von fünf Eispiraten-Legionären dürfen spielen. Am Dienstagabend in Kassel nahm der Finne Ville Saukko die Rolle des Zuschauers ein. Damit ist offenbar auch beim Spiel in Frankfurt/Main zu rechnen.

Mit einem neuen Song sollen in den Play-offs die Tore der Eispiraten im Kunsteisstadion im Sahnpark bejubelt werden. Bisher war "Rama Lama Ding Dong" von The Edsels zu hören. Künftig erklingt "Es rappelt im Karton" von Pixie Paris. Die Änderung entstand auf Wunsch der Eispiraten-Mannschaft. "Der Song ist einfach cool! Wir wollen, dass die Fans im Stadion dazu richtig feiern, wenn wir ein Tor schießen", sagt Stürmer und Kabinen-DJ Christoph Kabitzky. (hof)

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