Trainer tüftelt an der Aufstellung

Die Drittliga-Fußballer des FSV Zwickau haben nach drei Niederlagen einiges gutzumachen. Im Nachholspiel am Dienstag gegen Karlsruhe soll es raus aus dem Krisenmodus gehen. Aber mit welcher Taktik?

Zwickau.

Drei Spiele, null Punkte und null Tore - das ist die ernüchternde Rückrunden-Bilanz des FSV Zwickau. Dass die Mannschaft angesichts der finanziellen Möglichkeiten im Abstiegskampf stehen kann, ist nicht weiter verwunderlich. Andererseits haben die Schützlinge von Trainer Joe Enochs in der Hinrunde bewiesen, dass sie die Qualität für den Klassenerhalt haben. Der FSV befindet sich im Krisenmodus, weil die Mannschaft in den letzten Spielen ihre Stärken vermissen ließ und einige Prozente in der Mentalität fehlten. "Wir sind erprobt im Abstiegskampf. Die Mannschaft ist intakt und wird die Punkte für den Klassenerhalt machen", glaubt Sportdirektor David Wagner und hofft, dass die Spieler beim Nachholspiel gegen den Karlsruher SC am heutigen Dienstagabend ab 19 Uhr eine Reaktion zeigen.

Für die Ursachenforschung nach dem blutleeren Auftritt bei Fortuna Köln war wenig Zeit. "Wir machen uns intensiv Gedanken, was wir verändern und besser machen können", sagt Joe Enochs, der seine Startelf zumindest auf einer Position umbauen muss. Nico Antonitsch ist nach fünf gelben Karte im Saisonverlauf gesperrt. Zudem ist auch Orrin McKinze Gaines nach gelb-rot zum Zuschauen verurteilt. So herrscht bei den Sperren Gleichstand, denn Karlsruhe muss mit Innenverteidiger Daniel Gordon und dem zentralen Mittelfeldmann Manuel Stiefler zwei wichtige Akteure ersetzen. Die Karlsruher haben nach dem Spiel in Jena (1:1) für drei Tage in der Region Quartier bezogen und treten ohne jegliche Reisestrapazen an.

Für Antonitsch wird wohl Bryan Gaul in die Zwickauer Startelf rücken und sein Drittliga-Debüt feiern. Der 29-jährige US-Amerikaner war im vorigen Sommer vom SV Elversberg zum FSV gewechselt, zog sich aber gleich im ersten Training eine schwere Knieverletzung zu, die ihn bis zur Winterpause matt setzte. In den letzten Wochen hat Enochs seinen Landsmann schrittweise auf Drittliga-Niveau gebracht. "Bryan ist soweit, dass er spielen und uns helfen kann", setzt Enochs Vertrauen in den variablen Defensiv-Spezialist. Bryan könne Innenverteidiger oder Sechser spielen, überlegt Enochs, der im zweiten Fall Davy Frick aus der Mittelfeld-Zentrale nach hinten beordern kann. Vielleicht zieht Enochs auch eine ganz andere taktische Trumpfkarte und lässt mit einer Dreierkette agieren.

Nach der Nulldiät gegen Braunschweig und in Köln brennen die Zwickauer auf Wiedergutmachung. Toni Wachsmuth weiß, dass mit dem Karlsruher SC "ein Spitzenteam und heißer Aufstiegsanwärter kommt. Doch wenn wir in Sachen Leidenschaft, Zweikampfverhalten und Laufbereitschaft ein paar Prozent drauflegen und über das Spiel gegen den Ball auch zu guten Offensivaktionen finden, können wir gegen Karlsruhe punkten."

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