Trainerwechsel nach dem Aufstieg

Während die Fußballer des Oberlungwitzer SV ab der kommenden Saison in der Landesklasse spielen, bleibt ihr Übungsleiter in der Westsachsenliga. Für dessen Nachfolge fand sich eine interne Lösung.

Oberlungwitz.

Nach dem Herzschlagfinale in der Westsachsenliga, bei dem sich der Oberlungwitzer Sportverein am letzten Spieltag mit einem 5:2 (2:2) gegen Neukirchen den dritten Platz und damit den Aufstieg sicherte, gibt es eine wichtige Veränderung beim OSV. Trainer Sven Schmidt, dem die obligatorische Sektdusche nach dem Erfolg nicht erspart blieb, verlässt den Verein. Künftig wird er beim TV Oberfrohna an der Seitenlinie stehen, der die Saison als Fünfter beendet hat.

Nach vier Spielzeiten sei es einfach Zeit für einen Wechsel, betont Schmidt, räumt aber auch ein, dass die Aufstiegsthematik eine besondere Geschichte hat. "Als ich mich für den Wechsel entschieden habe, konnte wirklich keiner ahnen, dass wir die Chance zum Aufstieg bekommen", sagt er. Die Spielvereinigung Reinsdorf-Vielau als Meister der Westsachsenliga, die mit namhaften Neuverpflichtungen Aufstiegsambitionen vermuten ließ, und der Zweite FC Sachsen Steinpleis-Werdau wollen nicht in die Landesklasse. Daher kann der Dritte aufsteigen. Sven Schmidt sieht das ein Stück weit mit gemischten Gefühlen, denn das OSV-Team ist noch sehr jung. Spielerisch läuft alles gut, doch die Defensive patzte zu oft. "Das wird in der Landesklasse noch viel konsequenter bestraft", gibt er zu bedenken.

An den Schwächen muss nun sein Nachfolger arbeiten. Frank Wüstner, der bereits zur Mannschaftsführung gehörte, übernimmt den Trainerposten. Einige Gespräche mit anderen Kandidaten hatten keine Einigung gebracht. Außerdem gab es laut Wüstner auch Zuspruch aus der Mannschaft, sodass er sich für die anspruchsvolle Aufgabe entschied. "Es wird nicht einfach. Unser Ziel heißt Klassenerhalt", sagt der 61-Jährige, der in der Vergangenheit vor allem als Nachwuchstrainer aktiv war. Beim Oberlungwitzer SV und beim VfL 05 Hohenstein-Ernstthal, wo er für den Landesliganachwuchs verantwortlich war, konnte er viel Erfahrung sammeln. Unter seinen Fittichen hat er dabei regelmäßig auch seine Söhne Erik und Kai, die beide auch schon höherklassig aktiv waren. Sie gehören auch zum OSV-Team. "Bevorzugt werden sie nicht, sie hatten es sogar eher schwerer, sich zu behaupten", sagt Wüstner, der selbst nur im Nachwuchs aktiv kickte. Da wurde er sogar zum damaligen FC Karl-Marx-Stadt delegiert, doch eine Verletzung beendete seine Laufbahn.

Mit der Vorbereitung auf die neue Saison wird beim Oberlungwitzer SV am 11. Juli begonnen. Dann will Frank Wüstner auch die Neuzugänge bekannt geben. Einen Leistungsträger muss die Mannschaft dringend ersetzten. Denn Urgestein und Abwehrspezialist Michael Weiß ist nach Chemnitz gezogen und spielt künftig in Neukirchen/Erzgebirge. Zum Abschied erzielte er am Sonntag noch ein Tor.

Fest steht bereits, dass mit Luca Winter und Nick Reinhold zwei A-Junioren in die erste Mannschaft aufrücken. Einen Torhüter, der zusätzlich zu Falk Horn in den Kader kommt, sucht der Trainer derzeit noch. Neu formiert wird eine zweite Mannschaft als Unterbau für das Landesklasse-Team. Vor allem A-Junioren, aber auch einige gestandene Spieler, sollen hier auflaufen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...