Verhaltener Zuspruch für Futsal-Regeln

Am Wochenende startet die Hallenkreismeisterschaft der Nachwuchskicker. Doch bei den älteren Junioren melden sich nur wenig Teams an. Warum?

Hohenstein-Ernstthal.

Mit der ersten Vorrunde in der Altersklasse der D-Junioren startet am kommenden Samstag die Hallenkreismeisterschaft des Nachwuchses im Kreisverband Fußball Zwickau. Gekickt wird nach Futsal-Regelwerk. Insgesamt sieben Teams spielen ab 9 Uhr im Hohenstein-Ernstthaler Hot-Sportzentrum, in dem in dieser Saison aus logistischen Gründen sämtliche Spiele der Meisterschaft ausgetragen werden. Am 16. Dezember folgen zwei weitere Vorrundenturniere, an denen ebenfalls je sieben Teams teilnehmen.

Damit ist die Resonanz in dieser Altersklasse ordentlich, doch Lutz Seidel aus der Leitung des Kreisverbandes sieht insgesamt keine positive Tendenz. "Gerade bei den älteren Nachwuchsteams ist es schwierig", sagt er. Offenbar hat sich die Hoffnung, dass die Vereine nach und nach mehr Zuspruch und Interesse am Futsal entwickeln, der als weltweit einheitliche Hallenfußballvariante vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) seit einigen Jahren für offizielle Meisterschaften vorgeschrieben ist, nicht erfüllt.

Das zeigt sich auch im Männerbereich, der wiederum vor allem auch auf die A- und B-Junioren abstrahlt. Für die Meisterschaft der A-Junioren, die am 22. Dezember ab 14.30 Uhr stattfindet, haben sich lediglich fünf Teams angemeldet. Noch weniger sind es bei den B-Junioren, wo sich gerade zwei Interessenten fanden. Ihre Meisterschaft spielen sie im Rahmen des Turniers der A-Junioren gleich mit aus.

"Organisatorisch sind wir den Wünschen der Vereine entgegengekommen", sagt Seidel mit Blick auf den späteren Start der Hallenkreismeisterschaften in diesem Jahr. Im Vorjahr wurde bereits im November begonnen. Die Kritik damals: Unmittelbar nach den Spielen im Freien ist kaum Zeit für die Vorbereitung auf die Hallenspiele.

Mit dem Futsal-Regelwerk tun sich laut Lutz Seidel aber auch mehr als fünf Jahre nach der Einführung noch viele Verantwortliche schwer. Während ausgebildete Übungsleiter die Vorteile meist erkennen und mitziehen, gibt es bei Eltern oder Spielern, die als Trainer mitarbeiten, oft nicht die erhoffte Unterstützung. Eine Rückkehr zum "alten" Hallenfußball ist aus Seidels Sicht aber schon allein durch die Vorgaben des DFB, der sich klar in Richtung Futsal positioniert hat, nicht zu erwarten. Die beiden Vorrunden der C-Junioren mit 13 Mannschaften finden am 15. Dezember im Hot-Sportzentrum statt. Im neuen Jahr folgen am 5./ 6. Januar vier Vorrundenturniere der E-Junioren mit 32 Teams. Bei den F-Junioren stehen am 19. und 20. Januar drei Vorrundenturniere mit 24 Teilnehmern im Spielplan.

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