VfB Empor ohne Spielglück

Die Glauchauer Elf hat zum Auftakt der Fußball-Landesliga 1:3 in Markkleeberg verloren. Trainer Lutz Wienhold war jedoch nur über das Ergebnis enttäuscht.

Glauchau.

Manchmal sind es nur wenige Zentimeter, die über Jubel oder Frust entscheiden. So auch zum Auftakt in der Fußball-Landesliga, wo der VfB Empor Glauchau bei den Kickers Markkleeberg antrat und eine unglückliche 1:3 (0:1)-Niederlage kassierte. Dem Glauchauer Trainer Lutz Wienhold war die Enttäuschung am gestrigen Sonntag immer noch anzumerken. Seine Mannschaft hatte zum Saisonstart am Samstag eine ansprechende Leistung gezeigt, scheiterte mehrfach nur knapp und stand so mit leeren Händen da.

Einer der Knackpunkte dieser Partie war eine Szene in der 13. Minute, als Marvin Thiele den Torhüter umkurvt hatte, den Ball dann aber an den Innenpfosten setzte. "Wir hatten uns vorgenommen, mutig aufzutreten, und das haben wir auch getan. Wir konnten Markkleeberg beeindrucken", resümierte Coach Wienhold. Der VfB Empor versäumte es allerdings, seine Tormöglichkeiten in der ersten halben Stunde in Zählbares umzumünzen. Stattdessen gerieten die Glauchauer im Anschluss an einen Eckball mit 0:1 in Rückstand (40.).

Von Schockwirkung aber keine Spur. "Wir sind nach der Halbzeitpause dran geblieben und haben das 1:1 erzielt", sagte Wienhold über das Tor in der 58. Minute, das ein Neuzugang per Kopf erzielte: Michael Schwenke, der von Germania Chemnitz nach Glauchau gewechselt ist. "Ganz ehrlich, ich hätte lieber nicht getroffen, wenn wir das Spiel dafür gewonnen hätten", sagte Schwenke, der sein Punktspiel-Debüt für den VfB Empor als durchwachsen bezeichnete. "Ich muss erst noch in der Landesliga ankommen. Hier geht alles einen Schritt schneller als zuletzt in der Landesklasse", erklärte der 32-Jährige.

Sein Treffer nährte die Hoffnung auf einen Punktgewinn. "Die Trümpfe schienen nach dem Ausgleich in unserer Hand zu liegen, doch der schnelle zweite Gegentreffer hat dem Kontrahenten wieder in die Karten gespielt", musste Trainer Wienhold feststellen. Diesmal war es eine Freistoßflanke, die von den Kickers Markkleeberg nach 63 Minuten zum 2:1 genutzt wurde. "Bei Standardsituationen müssen wir aufmerksamer sein", so Wienhold. In der Schlussphase warf seine Elf alles nach vorn und fing sich prompt einen Konter zum 1:3 (80.) ein. In der 90. Minute gab es einen Foulelfmeter für Glauchau, herausgeholt von Marvin Thiele. Der eingewechselte Karl Unger scheiterte aber am Keeper. "Er hat sich Vorwürfe gemacht, die es von uns aber nicht gab. So etwas gehört zum Fußball dazu", betonte Coach Wienhold, der letztendlich nur über das Ergebnis enttäuscht war. Sein Fazit: "Wir sind körperlich fit und können als Aufsteiger mit einer gestandenen Landesligatruppe wie Markkleeberg mithalten." Selbst in der Nachspielzeit lag ein zweites VfB-Tor in der Luft, doch auch Felix Paul fehlten bei seinem Pfostentreffer die berühmten Zentimeter.

Dementsprechend sieht auch Torschütze Michael Schwenke nicht schwarz. "Wir hatten mehr Chancen als der Gegner, waren aber nicht kaltschnäuzig genug", resümierte der Neuzugang. Schwenke ist bereits zum zweiten Mal dem Ruf von Lutz Wienhold gefolgt. Als Trainer von Germania Chemnitz hatte Wienhold den Mittelfeldakteur von Kreisoberligist SG Neukirchen geholt. Als das Angebot kam, jetzt nach Glauchau zu wechseln, musste Schwenke nicht lange überlegen. Denn: "Ich bin ein ehrgeiziger Typ. Wenn ich die Chance bekomme, eine Liga höher zu spielen, will ich sie nutzen." Zudem ist Schwenke ein gutes Beispiel dafür, dass Fußballer auf ihre bessere Hälfte hören. "Meine Freundin meinte: Das musst du machen! Du und Lutz Wienhold, das passt einfach", erzählte der Neu-Glauchauer schmunzelnd.

StatistikVfB Empor Glauchau: Reissig, Prasser, Ammon (ab 65. Unger), Ullmann, Jäger, Groß, Thiele, Paul, Schade (ab 84. Dreiucker), Vogel, Schwenke. Tore: 1:0 Galetzka (40.), 1:1 Schwenke (58.), 2:1 Kauerauf (63.), 3:1 Park (80.). Schiedsrichter: Tim Haubenschild (TuS Pegau). Zuschauer: 220

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.