VfL in Tor- und Feierlaune

Mit 4:2 haben Hohenstein-Ernstthals Fußballer ihr vermeintlich letztes Heimspiel der Oberliga-Spielzeit gewonnen. Doch die Saison geht wohl noch in die Verlängerung.

Hohenstein-Ernstthal.

Die Fußballer des VfL 05 Hohenstein-Ernstthal haben ihren Fans beim letzten regulären Heimspiel der Oberliga-Süd-Saison nochmals beste Unterhaltung geboten. Vor 165 Zuschauern präsentierten sich die Karl-May-Städter in Torlaune und besiegten den Ludwigsfelder FC mit 4:2 (2:1). Damit gelang ihnen eine erfolgreiche Revanche für die 0:5-Niederlage im Hinspiel.

Eine Premiere bei dem Sieg feierte dabei Marco Pohl. Der Torhüter des VfL-Futsalteams absolvierte sein erstes Fußball-Oberliga-Punktspiel zwischen den Pfosten. "Ich stand bestimmt zwei Jahre nicht bei einem Pflichtspiel im großen Tor", sagte Pohl, der die etatmäßige Nummer 1 Pavel Petkov vertrat.

Gegen Ludwigsfelde überzeugte aber vor allem die Offensive des VfL. Philipp Colditz traf das Lattenkreuz, ehe in der 31. Minute Kapitän Kai Enold mit einem Kracher ins Eck für die Führung sorgte. Beim Ausgleich der Gäste (42.) verschätzte sich Pohl minimal, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte Enold im Anschluss an eine Ecke wieder für die Führung (45.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber mehrere gute Chancen auf das 3:1, die aber ungenutzt blieben. "Unsere Torschussquote ist immer noch verbesserungswürdig", sagte Trainer Steve Dietze nach der Partie. In der 58. Minute glich Ludwigsfelde aus. Pohl war dabei chancenlos, zeigte im weiteren Spielverlauf aber noch wichtige Paraden und spielte gut mit. "Die Strafraumbeherrschung war - denke ich - schon immer eine Stärke von mir", sagte der Torhüter, der bei brütender Hitze einige brenzlige Szenen meisterte. Vorne waren die Hohenstein-Ernstthaler in Spiellaune. Nach guter Vorarbeit von Maik Georgi traf Philipp Colditz zum 3:2, ehe Sebastian Weiske nach Pass von Michael Neubert in der Nachspielzeit auf 4:2 erhöhte. Zuvor gab es für beide Teams jeweils einen Aluminiumtreffer.

Im letzten Punktspiel der Saison tritt der VfL am kommenden Sonntag beim FSV Luckenwalde an, für den der zweite Tabellenplatz hinter Chemie Leipzig bereits feststeht. Theoretisch könnten die Karl-May-Städter (26 Punkte) sogar noch Askania Bernburg (29) in der Tabelle abfangen, doch dafür muss nicht nur ein Sieg gelingen. Auch sieben Tore Unterschied in der Tordifferenz trennen den VfL von den Bernburgern, die im letzten Spiel beim Sechsten Wacker Nordhausen II antreten.

Damit dürfte der aktuell vorletzte Platz des VfL 05 fix sein, was aber nicht zwangsläufig den Abstieg nach sich ziehen würde. Da sich Wismut Gera freiwillig zurückzieht und auch weitere Teams aus der Regional- und Oberliga einen Schritt zurückmachen, bedeutet die aktuelle Platzierung Relegationsspiele gegen einen Vertreter aus der Nord-Staffel der Oberliga. Nach derzeitigem Stand kommen der FC Anker Wismar, der FC Strausberg, der Brandenburger SC Süd und Lok Stendal infrage. Hinspieltermin wäre der 12.Juni, an dem der VfL dann auswärts antreten müsste. Zum Rückspiel am 16. Juni soll es voraussichtlich ein Vereinsfest geben. "Wir haben uns entschieden, die Chance auf den Verbleib in der Oberliga wahrzunehmen. Das hat auch mit Fair Play gegenüber Vereinen in den unteren Ligen zu tun", sagte Vereinschef Heiko Fröhlich.

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