Vor Heimspiel gegen Uerdingen: Der FSV-Kapitän schlägt Alarm

Die klare Niederlage der Zwickauer Drittliga-Fußballer in Osnabrück ist nicht nur den Fans auf den Magen geschlagen. Auch Toni Wachsmuth sagt: So kann's nicht weitergehen.

Zwickau.

So groß die Freude bei FSV-Trainer Joe Enochs über die Rückkehr nach Osnabrück war - aus sportlicher Sicht verlief sie für den 47-jährigen ernüchternd. Der Plan, bei der heimstärksten Elf der Liga lange die Null halten zu wollen, ging nicht auf, weil es zu viele Ausfälle in der Mannschaft gab und einige Spieler auf ungewohnten Positionen verunsichert wirkten. Erst mit der späten Einwechslung von Orrin McKinze Gaines kamen belebende Elemente in die FSV-Offensive.

Für den diesmal durch eine Gelbsperre zum Zuschauer degradierten Zwickauer Kapitän Toni Wachsmuth war nach dem Abpfiff klar, dass es so nicht weitergehen kann. "Wir müssen uns hinterfragen, ob jeder wirklich alles für die Mannschaft gegeben hat. Wenn einige Spieler keine 100 Prozent auf den Platz bringen, wird es sehr eklig für uns. Wir müssen schnell wieder aufstehen, als Mannschaft zusammenrücken und gegen Uerdingen zeigen, dass wir es anders können."

Kritik aus Fankreisen an den Umstellungen des Trainers wurden aus der Mannschaft zurückgewiesen. "Wir hatten eine mutige Aufstellung gewählt, von der wir überzeugt waren. Wir wollten Osnabrück überraschen, konnten die Vorgaben des Trainers aber nicht umsetzen", erklärte Davy Frick. Der dienstälteste FSV-Kicker bemängelte die zu hohe Fehlerquote und die mangelnde Durchschlagskraft des gesamten Teams: "In der ersten Halbzeit haben wir um Gegentore gebettelt. Die zweite Halbzeit war fußballerisch gar nicht so schlecht, aber wir haben uns keine klare Torchance erspielt. So kann man kein Spiel drehen oder sogar gewinnen."

Am heutigen Dienstag ab 19 Uhr besteht im Heimspiel gegen den KFC Uerdingen die Chance zur Wiedergutmachung. "Wir müssen gewinnen", betont Frick und verweist auf das dünne Zwei-Punkte-Polster zum ersten Abstiegsplatz. Doch gerade im eigenen Stadion blieb der FSV in diesem Jahr mit Ausnahme des Jena-Spiels vieles schuldig. Die Lotte-Pleite vor zehn Tagen war die vierte Heimniederlage der laufenden Saison. Für Toni Wachsmuth steht fest: "Wir haben zu Hause zu viele Punkte abgegeben. Das muss sich ändern, weil der Grundstein für den Klassenerhalt zu Hause gelegt wird." Der Kapitän appelliert an die Mannschaft, wieder mehr Gier auf Heimsiege zu zeigen. Wachsmuth erwartet gegen Uerdingen eine klare kämpferische und spielerische Steigerung und hofft auch, dass die Zwickauer Hauptwaffe wieder sticht: "Wir müssen die gegnerischen Standards besser verteidigen und die eigenen besser nutzen."

Die Zwickauer stehen gegen den hochgehandelten KFC Uerdingen auf dem Prüfstand. Die Gäste werden nach acht sieglosen Spielen alles raushauen, um ihre Krise zu beenden. Mit den bundesligaerfahrenen Kevin Großkreutz (Borussia Dortmund), Maximilian Beister (Hamburger SV, FSV Mainz 05) oder Stefan Aigner (Eintracht Frankfurt) hat Uerdingen viel Klasse im Team. Vielleicht kann Zwickau gegen die Routine des KFC aber die jugendliche Frische und Unbekümmertheit eines Orrin McKinze Gaines oder Lion Lauberbach gut tun.

3. Fußball-Liga Dienstag, 19 Uhr: FSV Zwickau - KFC Uerdingen (Stadion Zwickau).

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