Vorbereitung startet mit vielen Fragezeichen

Eishockey: Crimmitschauer U-17-Team wartet auf Urteil des Schiedsgerichts - Vereine fühlen sich benachteiligt

Crimmitschau.

Die U-17-Eishockeyspieler des ETC Crimmitschau sind mit vielen Fragezeichen in die Vorbereitung auf die neue Saison gestartet. Noch ist unklar, wo die Mannschaft künftig spielen wird. Als die laufende Spielzeit im März aufgrund der Coronakrise abgebrochen wurde, kämpfte das Team gegen den Abstieg aus der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) Division I. "Der Deutsche Eishockeybund will, dass wir, unser Ligakonkurrent Wolfsburg und Weißwasser als Spitzenreiter der Division II am 12. und 13. September ein Turnier um die zwei freien Plätze in der Staffel spielen. Sollte das aufgrund von Corona nicht machbar sein, sollen alle Teams in ihren Ligen verbleiben. Damit ist besonders Weißwasser nicht einverstanden", sagt ETC-Eishockeyobmann Lutz Höfer.

Hintergrund ist, dass der Verband bei der Wertung der abgebrochenen Saison zahlreiche Ligen zur neuen Saison aufgestockt hat. Das passierte auch in der Südstaffel der Division I. In der Nordstaffel, wo Crimmitschau und Wolfsburg spielen, ist das nicht vorgesehen. "Alle drei Vereine hatten darauf gedrängt, dass sich der Leistungssportausschuss noch einmal mit der Thematik beschäftigt. Dabei wurde am Beschluss festgehalten. Weißwasser ist jetzt vor das DEB-Schiedsgericht gezogen", so Lutz Höfer. Die Ostsachsen hoffen, dass dieses zeitnah eine Entscheidung trifft. "Der Ausschuss begründet seinen Beschluss damit, dass die Nordstaffel aus leistungsbezogenen Gründen maximal mit acht Teams spielen soll. Das erweckt schon mehr als nur den Anschein von Willkür", betont Sebastian Wolsch, sportlicher Leiter in Weißwasser. Schließlich würden die Teams für die nächste Saison neu zusammengestellt, sodass vorab keiner die Leistungsstärke kenne.

Dass ist auch einer der Gründe, warum ETC-Eishockeyobmann Lutz Höfer das Turnier kritisch sieht: "Dort laufen nicht die Teams der letzten Saison, sondern die neu formierten Mannschaften auf. Die große Frage ist auch, ob alle drei Vereine gleichzeitig mit der Vorbereitung auf dem Eis anfangen können. Und wer entscheidet, welche Mannschaft beim Turnier zweimal hintereinander spielen muss und so möglicherweise einen Nachteil hat?" (aheb)

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