Waldenburgerin macht den nächsten Schritt

Sophie Hofmann ist erstmalig mit einem 500-PS-Boliden über die Rennpiste gerast. Dabei gewann sie auch gleich einen Pokal.

Waldenburg.

Auch in ihrem zweiten Jahr im Automobilrennsport treibt die 21-jährige Waldenburgerin Sophie Hofmann ihre Karriere weiter mit Nachdruck voran. Im vorigen Jahr stieg sie vom Kart-Sport auf und bestritt zunächst, um die notwendige Rennfahrerlizenz zu bekommen, ein paar kleine Rennen in einem 140 PS starken Citroen C2. Ihre erste richtige Saison absolvierte sie danach in einem rennmäßig hergerichteten VW Scirocco, der rund 340 PS unter der Haube hatte, in der Spezial-Tourenwagen-Trophy (STT) und kam Ende vergangenen Jahres im Rahmen des ADAC-GT-Masters auf dem Sachsenring zu einem echten Heimrennen.

Ein Programmpunkt neben der "Liga der Supersportwagen" war die Tourenwagenserie ADAC-TCR-Germany, bei der in Sachen Fahrzeugbasis und Einstellungsmöglichkeiten mit richtigen Rennautos mit Dach gefahren wird. Solch ein Rennfahrzeug sollte es auch in diesem Jahr bei Sophie Hofmann sein, sodass sie sich einen Seat Leon TCR mit 380 PS anschaffte und mit diesem zunächst weiter in der STT fährt. Um auszuloten, wohin die Reise einmal hingehen soll und kann, ist die Blondine aber weiter für alles offen. "Als neulich ein Anruf kam, einmal ein Rennen im Audi-Sport Seyffarth-R8-LMS-Cup zu bestreiten, mussten wir nicht lange überlegen", erklärte Sophie Hofmann. Somit kam sie am vergangenen Wochenende im nordböhmischen Most in Tschechien, wo der Audi-Markenpokal im Rahmen des 27. Czech-Truck-Grand-Prix mit von der Partie war, zu ihrem Debüt in einem 500 PS starken GT4-Sportwagen.

"Die Leistung ist schon enorm, aber mein größtes Problem ist die Umstellung von Front- auf Heckantrieb", schilderte sie ihren Eindruck nach den ersten Runden in den Boliden. Dabei lief es sogleich sehr gut, denn im ersten Rennen am Samstag wurde sie unter 13 Startern Neunte und durfte im Anschluss sogar den Siegerpokal für die Amateur-Wertung in Empfang nehmen. "Das war schon eine coole Sache. Der Pokal bekommt einen besonderen Platz bei mir zu Hause", sagte sie danach freudestrahlend.

Tags darauf sorgten zahlreiche Gewitter für erschwerte Bedingungen, unter denen vor allem Sophie Hofmann zu leiden hatte. "Das war natürlich ein großes Problem für mich. Nach den paar Sessions kannte ich das Auto natürlich selbst im Trockenen noch nicht wirklich. Dann gleich ein Regenrennen zu fahren, war nicht gerade das, was ich mir gewünscht habe", sagte die Waldenburgerin, nachdem sie sich mit Platz 10 erneut ausgezeichnet aus der Affäre gezogen hatte. "Ich denke, damit kann ich echt zufrieden sein", resümierte sie abschließend.

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