Westsachsen rasen aufs Podest

Nach über zehn Jahren Pause hat die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft wieder in Most Halt gemacht. Für zwei Piloten aus Hohenstein-Ernstthal lohnte sich die Reise nach Tschechien ganz besonders.

Hohenstein-Ernstthal.

Max Enderlein aus Hohenstein-Ernstthal kommt seiner Titelverteidigung in der Supersport-600-Klasse der Internationalen Deutschen Motorrad-Meisterschaft (IDM) mit Riesenschritten näher. Als am vergangenen Wochenende die IDM zum ersten Mal seit 2007 wieder im nordböhmischen Most gastierte, baute der 22-jährige Hohenstein-Ernstthaler seine Führung mit seinen Saisonsiegen fünf und sechs weiter aus. Nachdem am Samstag Regen den Kampf um die Startplätze zur Lotterie gemacht hatte, ging Enderlein nur als Sechster in die beiden Rennen am Sonntag.

"Ich hatte aber jeweils einen guten Start und konnte mich schnell an die Spitze setzen. Danach habe ich es relativ gut kontrollieren können und beide Male am Ende versucht, noch ein bisschen was drauf zu setzen und dann den Vorsprung zu verwalten", sagte er anschließend. Bei noch vier ausstehenden Rennen, bei denen der Sieger jeweils 25 Punkte erhält, hat Max Enderlein nun 73 Zähler Vorsprung. Doch als nächstes geht es ins holländische Assen, wo er sich im Vorjahr das Schlüsselbein brach und den Titelkampf noch einmal neu entfachte. "Ich konnte die letzten beiden Male nie etwas Zählbares aus Assen mitnehmen, aber diese Pechsträhne muss ja mal ein Ende haben", sagte der 2019er-Champion in spe.

Vor immerhin 3000 Zuschauern in Tschechien waren die Ausgangspositionen der beiden weiteren Hohenstein-Ernstthaler im 35er-Feld, Paul Fröde und Moritz Jenkner, noch schlechter. Sie traten wie immer in der seriennäheren Klasse Superstock-600 an und hatten von den Startpositionen 27 und 31 eine Menge Arbeit vor sich. Im ersten Rennen preschte Moritz Jenkner auf den 16.Gesamtrang nach vorn und verfehlte damit das Superstock-Podest als Vierter nur knapp. Paul Fröde belegte Rang 22 beziehungsweise den achten Platz seiner Wertungsklasse.

Im zweiten Rennen wuchs der 17-jährige Paul Fröde dann über sich hinaus und wurde auf Position 14 im Gesamtfeld zweitbester Superstock-Pilot. Nach zuvor zwei dritten Plätzen kommentierte er sein bestes IDM-Ergebnis wie folgt: "Im ersten Rennen habe ich mich in der ersten Kurve verbremst und hatte dadurch weitere Plätze verloren. Im zweiten habe ich dann das Messer zwischen die Zähne genommen. Als ich auch den Dritten und den Zweiten vor mir sah, habe ich nochmals alles gegeben und mir in der letzten Kurve den zweiten Platz geholt."

In der Klasse IDM-Supersport-300 belegte der amtierende Meister Toni Erhard aus Schwarzenberg die Plätze 2 und 6. Der Wildenfelser Marvin Siebdrath wurde hierbei einmal Achter und einmal Neunter. Bei den Seitenwagen mussten der Bayer Josef Sattler und sein Beifahrer Uwe Neubert aus St. Egidien nach viel Pech im Training aus der letzten Reihe starten. Beide Male fuhren sie auf den siebenten Gesamtrang nach vorn und standen somit jeweils als Zweite der 600er-Wertung auf dem Podest.

Im ADAC Junior Cup schaffte der Fraureuther Valentin Frühauf im ersten Rennen auf regennasser Fahrbahn mit Rang 6 sein bisher bestes Ergebnis. Sarah Heide aus Zwickau musste in Tschechien wegen einer verschleppten Knieverletzung auf ihren nächsten Einsatz in der Top-Klasse IDM-Superbike-1000 verzichten.

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