"Zimbo" liegt der FSV Zwickau sehr am Herzen

Das FSV-Testspiel gegen Auerbach wurde abgesagt. Marc-Philipp Zimmermann hofft auf ein neues Duell mit dem Ex-Verein.

Zwickau.

Der VfB Auerbach und der FSV Zwickau haben vor den Schneemassen kapituliert und bereits am Donnerstag das für heute angesetzte Testspiel abgesagt.

Marc-Philipp Zimmermann findet es schade, dass es nicht zum Kräftemessen kommt. "Spiele gegen den FSV sind für mich immer etwas Besonderes, zumal ich in der Zwickauer Innenstadt wohne und immer wieder von Fans angesprochen werde. Es macht mich stolz, dass die Leute mich nicht vergessen. Der FSV liegt mir am Herzen und wird immer ein besonderer Verein für mich sein", sagt "Zimbo", wie er von den Fußballfans meist genannt wird.

Die enge Bindung von Zimmermann zu seinem Ex-Verein wurde beim ZEV-Hallenmasters dokumentiert. Bei der Ehrung als bester Torschütze des Turniers wurde er vom Publikum in der Stadthalle mit stehenden Ovationen gefeiert. "Zimbo, Zimbo", schallte es immer wieder aus tausenden Kehlen. "Solche Momente genieße ich als Fußballer. Die Leute wissen, dass ich alles für den Verein gegeben habe. Für mich war das eine Herzenssache", betont der 28-Jährige, der im Sommer 2014 über die Stationen Energie Cottbus, VFC Plauen und Carl Zeiss Jena zum FSV kam, wo er dreieinhalb Jahre spielte und zu den Aufstiegshelden vom Sommer 2016 gehörte. Die Zeit beim FSV sei seine schönste Zeit als Fußballer gewesen, die mit dem Aufstieg gekrönt wurde, erinnert sich Zimmermann: "Wir waren eine verschworene Truppe und haben die starken Elversberger vor allem über unsere Mentalität gepackt."

Mit bedingungslosem Einsatzwillen, hoher Laufbereitschaft und vielen Toren avancierte "Zimbo" zum Publikumsliebling bei den Rot- Weißen. Mit 15 Treffern hatte der gebürtige Spremberger in der Saison 2015/16 großen Anteil daran, dass der FSV den Sprung in die 3. Liga schaffte. Zusammen mit Jonas Nietfeld bildete er ein gefährliches Sturmduo. Im Herbst 2017 kam der Karriere-Knick. Nach dem Abgang von Nietfeld (Regensburg) setzte der damalige Trainer, Torsten Ziegner, auf andere Stürmertypen an Ronny Königs Seite. "Ich kam nur noch zu Kurzeinsätzen oder saß auf der Bank. Ich bin aber ein Typ, der spielen und alles für die Mannschaft tun will", erklärt Zimmermann seinen Wechsel zum VfB Auerbach. Diesen Schritt habe er nicht bereut. Der Verein spiele auf einem guten Niveau in der Regionalliga, und der Teamgeist sei großartig. Es sei für ihn nicht einfach, immer alles unter einen Hut zu bekommen: den Job bei der Polizei, viermal Training nach Feierabend und am Wochenende Spiele mit Fahrten nach Halberstadt, Nordhausen oder Fürstenwalde. Es mache ihm aber Spaß. Wechseln will er nicht mehr, weil er in Zwickau eine neue Heimat gefunden habe und die Muldestadt sein Lebensmittelpunkt bleiben werde. Den FSV wird er im Herzen behalten, zumal er mit Toni Wachsmuth, René Lange, Davy Frick, Morris Schröter oder Johannes Brinkies gute Freunde bei den "Schwänen" hat. "Sollte unser Testspiel nachgeholt werden, werde ich ihnen auf dem Platz aber nichts schenken", dringt der sportliche Ehrgeiz in "Zimbo" wieder durch.

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