Zwickau mit zu wenig guten Phasen

2. Handball-Bundesliga: 22:34 für BSV-Rumpfteam

Waiblingen/Zwickau.

Für die personell gebeutelten Zweitliga-Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau gab es am Samstagabend beim VfL Waiblingen nichts zu holen. Nachdem die Mannschaft ihre vorherigen beiden Auswärtsspiele beim HC Rödertal und bei den Füchsen Berlin gewonnen hatte, ging die Partie beim Tabellenfünften in Baden-Württemberg deutlich mit 22:34 (9:16) verloren. Obwohl dem BSV nur sieben Feldspielerinnen zur Verfügung standen, zu denen mit Chantal Meschkat eine Zweitliga-Debütantin gehörte, war Trainer Norman Rentsch nach dem Abpfiff um eine differenzierte Einschätzung bemüht. "Fakt ist, dass es so oder so in Waiblingen sehr schwer geworden wäre. In unserer jetzigen Situation hätte schon viel zusammenkommen müssen, um etwas mitzunehmen. Trotzdem hätten wir uns insgesamt besser aus der Affäre ziehen können", sagte der 39-Jährige.

Denn die Zwickauer Mannschaft, in der Kreisläuferin Nadja Bolze und Linksaußen Jenny Choinowski die Aufgaben im Rückraum neben Isa-Sophia Rösike übernahmen, fand vor 250 Zuschauern eigentlich recht gut ins Spiel. Nur war davon zu wenig auf der Anzeigetafel zu sehen, da die BSV-Mädels gleich mehrere freie Wurfchancen inklusive eines Siebenmeters vergaben und nach zehn Minuten 1:4 und nach weiteren zehn Minuten 4:9 hinten lagen. "Da hätten wir konsequenter sein müssen", sagt der Trainer, dessen Mannschaft so frühzeitig auf die Verliererstraße geriet. Zwickau hatte insgesamt zu wenig gute Phasen im Spiel, um Waiblingen zu gefährden. Mit zunehmender Spielzeit fehlte den Gästen dann auch die Kraft und insbesondere auch die Konzentration in der Abwehr, sodass die Gastgeberinnen nach 43 Minuten erstmals mit zehn Toren vorn lagen. Am Ende konnten so auch die zwölf Treffer von Nadja Bolze die klare Niederlage nicht verhindern.

Da sich an der Personalsituation des BSV in den ausstehenden drei Saisonspielen nicht großartig viel ändern wird, setzt Norman Rentsch im Hinblick auf das Heimspiel am 4. Mai gegen den Tabellennachbarn Werder Bremen auf eine detaillierte Auswertung. "Es geht darum, dass jede einzelne Spielerin ihre individuellen Aufgaben noch einen Tick besser annimmt", kündigte er an. Unabhängig davon, ob gegen Bremen unter Umständen Julia Redder wieder zur Verfügung stehen wird, baut der Verein in der Schlussphase der Saison auch weiter auf die junge Chantal Meschkat. "Sie hat in Waiblingen engagiert gespielt und versucht, Verantwortung zu übernehmen. Aber sie braucht natürlich Einsatzzeiten auf dem Niveau. Und die werden wir ihr geben", sagt der Trainer. (tyg)

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