Neues Verfahren beim Bau der Wasserleitung

Rodewischer Firma verlegt Rohre ohne die Straße zu öffnen

Schnarrtanne.

Die VSTR AG Rodewisch hat jetzt in Schnarrtanne mit Bauarbeiten an der neuen Fernwasserleitung zwischen Rothenkirchen und Carlsfeld begonnen. Dabei kommt ein neues Verfahren zur Anwendung. Es nennt sich Horizontalspülbohrung und macht möglich, was Mediziner als minimalinvasiven Eingriff bezeichnen würden: Für die unterirdische Rohrverlegung sind keine Grabungen notwendig. Betroffen sind der Hubertusweg und die Rützengrüner Straße ab der Schönen Aussicht bis jenseits des Ortsausgangs. Obwohl die Straße nicht geöffnet werden muss, ist eine kurzzeitige kleinere Verkehrsumleitung dennoch unumgänglich. Laut Terminkalender soll das Projekt spätestens Anfang Juni beendet werden.

Ortsvorsteher Udo Löschner (CDU) zeigt sich begeistert, dass Schnarrtanne in den Genuss der aktuellen Vorgehensweise kommt. Er persönlich habe eine Horizontalbohrung in Rodewisch beobachten können, so der Ortschef. Sein Eindruck: "Es ist schon erstaunlich, wie weit der Stand der Technik ist. Ich denke auch, das ist die Zukunft."

Beim Horizontalspülverfahren wird der Kanal mit einem von außen gesteuerten Bohrer angelegt. Auf dem Rückweg zieht die Bohranlage Leerrohre für Leitungen ein. Sie arbeitet also mit Zug- und Schubkraft, Drehmoment, Spülung und Schlagkraft. Solche Bohrungen bringen mehrere Vorteile mit sich. Weil der Boden nicht aufgebrochen werden muss, sind Auswirkungen auf die Natur wesentlich geringer als bei herkömmlichen Verfahren per Grabenaushub. Obendrein kommen die Bauarbeiter schneller voran. Etwa 100 Meter pro Einsatztag lassen sich auf diese Weise bewältigen.

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