Streit um Stromtrasse in Grünbach: Urteil für Mittwoch angekündigt

Nach der mündlichen Hauptverhandlung am Dienstag sind die Vertreter der Bürgerinitiative aus dem Vogtland zuversichtlich. Landesdirektion und Mitnetz wollen das Urteil abwarten.

Grünbach.

Freileitung oder Erdkabel durch Grünbach - diese Frage ist am Dienstag am Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Bautzen mündlich verhandelt worden. Das schriftliche Urteil wird für Mittwoch erwartet, bestätigen beide Prozessparteien auf Anfrage. Veronika Linnemann, stellvertretend Klageführerin für die Bürgerinitiative Erdkabel Grünbach, und ihr Anwalt rechnen nach dem Termin mit einem deutlichen Erfolg. Die Landesdirektion als Vertreterin des Prozessgegners, dem Freistaat, und der Stromversorger Mitnetz als Prozessbeteiligter kündigen an, das finale Urteil für eine Einschätzung abwarten zu wollen.

Es geht um einen Planfeststellungsbeschluss, mit dem die Landesdirektion dem Versorger Mitnetz Baurecht für den Ausbau der Stromtrasse zwischen Falkenstein und Markneukirchen von Mittelspannung auf Hochspannung erteilt hatte. Aus Grünbacher Sicht ist der Ausbau von 30 auf 110-kV in der Ortslage als Freileitung rechtswidrig. Das Kabel müsse in die Erde, fordert eine Bürgerinitiative deshalb seit Jahren und hatte aufgrund von Verfahrensfehlern vor zwei Jahren einen Baustopp erwirkt, der bis heute gilt.

Das Gericht habe zahlreiche Verfahrensfehler auf Seiten der genehmigenden Behörde bestätigt und auch die Grundsatzfrage, ob die Freileitung Bestandsschutz habe, deutlich in der mündlichen Verhandlung zu ihren Gunsten beantwortet, schätzen die Klägerin und ihr Anwalt ein. (suki)

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