Nach Großbrand in Ex-Brauerei: Gelände gesperrt, Zugänge versiegelt

Das Feuer am Samstag sorgte für erheblichen Schaden. Der Betreiber des betroffenen Fitness-Studios sucht nach einem Ausweichquartier.

Oelsnitz/V..

Nach dem Großbrand in der früheren Wetzstein-Brauerei in Oelsnitz/V. hat die Stadt das Gelände weiträumig sperren lassen. Ein Abrissbagger hat Teile des Giebels abgetragen, der am Samstag auf die B 92 zu stürzen drohte. Die Kriminalpolizei hat die Zugänge zum Gebäude versiegelt.

Im Dachstuhl des Gebäudes war am frühen Samstagmorgen aus bislang ungeklärten Gründen ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr wurde gegen 4.30 Uhr alarmiert. Mehr als 100 Retter der Feuerwehren aus Oelsnitz, Adorf, Magwitz, Planschwitz, Taltitz, Tirpersdorf und Triebel sowie von der Plauener Berufsfeuerwehr waren im Einsatz. Hinzu kamen Kräfte von Polizei und Rettungsdienst. Die Löscharbeiten dauerten bis Samstagmittag.

Die Flammen zerstörten den Dachstuhl sowie den Großteil der oberen Etagen. In dem Gebäude befinden sich ein Fitnessstudio sowie ein Imbiss, außerdem eine Wohnung im hinteren Gebäudeteil. Verletzt wurde niemand, der Mieter der Wohnung war während des Brandes nicht anwesend. Er meldete sich später bei der Polizei. Die Brandursache ist unklar, die Kripo ermittelt.

Nach Angaben von Oberbürgermeister Mario Horn (CDU) befindet sich das Gebäude in Privatbesitz. Größter Mieter ist das Fitnessstudio "Elster-Fit", Betreiber ist Frank Kilian. "Zum Glück ist niemand zu Schaden gekommen", sagte Kilian am Sonntag. Der Unternehmer will jetzt in Oelsnitz nach einer Ausweichfläche suchen. Das "Elster-Fit" bot auf drei Etagen Säle mit Geräten zum Ausdauer- und Krafttraining, Kursräume, Saunen und einen Bereich für ästhetische Körperbehandlungen.

Neben dem Fitnessstudio bleibt auch der Imbiss im Erdgeschoss wegen der Brandschäden geschlossen. "Wir möchten uns recht herzlich bei allen Unterstützern für ihre Hilfe und tröstenden Worte bedanken. Ein besonderer Dank gilt den Feuerwehrleuten und Einsatzkräften, die in dieser Nacht bis an ihr Limit gegangen sind", schrieben die Betreiber auf ihrer Homepage.

Die Dampfbrauerei Eduard Wetzstein war 1885 gegründet worden, zu dieser Zeit entstand auch das markante Gebäude an der B 92. Als Brauerei war es bis 1990 genutzt worden - zuletzt als Betriebsteil der Plauener Sternquell-Brauerei. Das Ensemble mit den typischen Klinkerbauten steht wegen der industriegeschichtlichen und stadtbildprägenden Bedeutung auf der Liste der Kulturdenkmale des Freistaats Sachsens.

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