Star-Trompeter setzt den Schlussakkord unter Saison im Naturtheater Bad Elster

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Der weltbekannte Jazztrompeter Till Brönner und seine Band haben die Saison im Naturtheater Bad Elster beendet. Wie fällt das Fazit der Chursachsen aus?

Bad Elster.

Till Brönner begann den Abend mit einer launigen Bemerkung: "Stellen Sie sich vor, heute sollten die Berliner Philharmoniker auf der Bühne stehen. Die hätten gesagt: Nee, bei elf Grad spielen wir nicht. Wir Soloselbstständige können uns das nicht erlauben!" Einige Arme aus den Zuschauerreihen bestätigten das.

Was die Besucher dann zwei Stunden lang am Stück zu hören bekamen, das war Jazz allererster Güte und in höchster Vollendung. Nicht nur, dass der Weltenbummler Till Brönner ein ums andere Mal mit seinen Soli glänzte und sich die Seele aus dem Leib spielte - Olaf Polziehn (Piano), Bruno Müller (Gitarre), Felix Lehrmann (Schlagzeug), Jan Miserre (Keyboard), Mark Wyand (Saxophon) und Christian Diener (Bass) legten ihm den musikalischen Teppich aus und begeisterten selbst mit individuellem Können. Zu hören waren neben Titeln von Till Brönners neuestem Tonträger "On Vacation" auch Jazz-Klassiker wie "Gibraltar" von Freddy Hubbard, "Save Your Love" von Nancy Williams und Cannonball Adderley, von Charlie Parker und Louis Armstrong - alle samt Größen, die Till Brönner beeinflusst und inspiriert haben. Einer der vielen Höhepunkte des Abends und gleichzeitig ein politisches Statement: eine so noch nicht gehörte Version von Carlos Santanas "Europa".

Das Konzert mit Till Brönner und seinen Mannen war zweifellos die Schlussperle in der Kette der Veranstaltungen im Naturtheater. Nach Angaben von CVG-Marketingdirektor Stephan Seitz besuchten seit dem Saisonauftakt Anfang Mai rund 20.000 Besucher die 21 Konzerte unter freiem Himmel. Keines musste dank der Überdachung wegen Regen abgesagt werden. Künstlerische Vielfalt hieß auch in diesem Jahr wieder die Trumpfkarte, die der Veranstalter ausspielte und damit ein die Generationen übergreifendes Publikum erreichte und persönliche Vorlieben befriedigte. Höhepunkte der Wochen waren laut Stephan Seitz die Verdi-Oper "La Traviata", "fantastische Konzertabende" internationaler Pop-Acts wie Alphaville, Schiller, Chris Norman, die Auftritte der langersehnten Angelo Kelly mit Familie, Matthias Reim, die stimmungsvollen Volksmusikstars Kastelruther Spatzen und das "Tabaluga"-Musical. Auch Joachim Witt und das Duo Katrin Weber/Gunter Emmerlich mit ihrem Filmabend gehören ganz sicher dazu. An diese Erfolge will die Chursächsische Veranstaltungsgesellschaft auch im nächsten Jahr anknüpfen: Am 18. Mai 2023 beginnt die neue Saison - Vorfreude ist die schönste Freude.

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