Landrat im Vogtland warnt: Corona-Regeln gelten trotz Frühlingswetter

Rolf Keil mahnt an, dass die aktuelle Inzidenz, die weit über 100 liegt, keine Lockerungen in der Region erlaubt. Insbesondere gelte das für die 15-Kilometer-Regel. Die Polizei hat Kontrollen angekündigt.

Vogtlandkreis.

Sonnenschein, blauer Himmel und Temperaturen im zweistelligen Bereich: Das frühlingshafte Wetter dürfte am Wochenende viele Sachsen nach draußen locken. Zumal in vielen Landkreisen dank stabiler Corona- Inzidenzwerte die 15-Kilometer-Regel ausgesetzt werden konnte. Allerdings nicht in allen: "Nach der aktuellen Inzidenz des Vogtlandkreises ist eine momentane Lockerung nicht in Sicht", erklärt Rolf Keil, der Landrat des Vogtlandkreises, in einer Mitteilung der Polizeidirektion Zwickau am Freitag. "Ich appelliere an alle Vogtländer, halten Sie weiter die Hygieneregeln ein, damit helfen Sie sich selbst und uns."

Doch die Beschränkung bleibt nicht nur für Vogtländer relevant: "Auch für Besucher aus anderen Landkreisen gilt die 15-Kilometer-Regel", erinnert Keil. Lutz Rodig, Polizeipräsident der Polizeidirektion Zwickau, bekräftigt: "So schön das Vogtland auch ist, Bewohner anderer Landkreise sollen es bitte erst wieder besuchen, wenn es der Infektionsschutz erlaubt."

Nach wie vor gelten außerdem die anderen Schutzmaßnahmen, die in der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung festgelegt sind, beispielsweise die Abstandsregeln, die Personenzahlregel oder die Maskenpflicht auch in Fußgängerzonen, auf Supermarktparkplätzen oder in Fahrgemeinschaften. "Die Einhaltung dieser Maßnahmen wird die Polizeidirektion Zwickau auch weiterhin kontrollieren", erklärt Rodig. (em)

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22 Kommentare
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  • 1
    4
    BenKH
    19.02.2021

    Die Stadt- und Gemeindekassen brauchen doch das Geld, da wird geblitzt, ordentlich abgestraft, ...
    Rundherum verkommt so vieles, aber wen interessiert es überhaupt...

  • 9
    5
    KTreppil
    19.02.2021

    Ich gebe zu bedenken, dass der Vogtland Kreis nach Internet Recherche mit seinen ca. 230000 Einwohnern bis zu 100000 Einwohner weniger hat im Vergleich mit seinen Nachbarlandkreisen Zwickau und Erzgebirgskreis. Je niedriger die Einwohnerzahl (im Verhältnis) desto schneller und höher kann die Inzidenz "schnellen" wenn es auch nur zeitweise höhere Fallzahlen gibt. Kann man rein rechnerisch simulieren, kann Herr Keil auch gerne mal hoch rechnen. Insofern kann es nicht gerecht sein, einheitliche Inzidenz Maßstäbe anzusetzen. Es sollten auch immer regionale Besonderheiten (Einwohner, Bevölkerungsdichte etc)beachtet werden und ob bspw. einzelne Hotspots Einflüsse haben. Bin zwar kein Voigtländer, finde aber, gerechte Maßstäbe sollten zur Anwendung kommen. Diese Inzidenz-Berechnung ist es nicht. Wann kommt das endlich mal dort an, wo es nötig ist?