Plauener will Ozzy Osbourne als Stadtoberhaupt

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Wegen dieser und anderer Kuriositäten auf einigen Wahlunterlagen der Oberbürgermeisterwahl vom Sonntag hat der Gemeindewahlausschuss 113 Stimmen für ungültig erklärt.

Plauen.

Ein Stimmzettel mit Smileys, durchgestrichene Kandidatennamen, eine unklare Kritzelei: Die Vorstände der insgesamt 58 (Brief-) Wahllokale hatten zur OB-Wahl am Sonntag mit einigen Kuriositäten zu kämpfen. Zur Sitzung des Gemeindewahlausschusses am Montagabend, der das endgültige Ergebnis des ersten Wahlgangs feststellte, kamen die teils widersprüchlichen Angaben noch einmal auf den Tisch. Dazu gehörte etwa eine Wellenlinie auf einem Stimmzettel, auf dem zugleich ein Kreuz hinter CDU-Kandidat Steffen Zenner gesetzt worden war. Der Ausschuss entschied: gültig - der Wählerwille sei erkennbar.

Als ganz klar ungültig wertete der Ausschuss indes einen Stimmzettel, auf dem ein Plauener den Kultrocker Ozzy Osbourne als seinen Wunsch-OB notiert hatte. Auch andere Namen fielen nach Angaben von Wahlleiterin Nadja Friedländer-Schmidt und Gemeindewahlausschusschef Lars Krämer: So stimmte ein unbekannter Wähler für Norbert Martin, einst Stadtchef in Plauen von 1981 bis 1989. Der Name von Ralf Magerkord, OB zwischen 1990 und 2000, tauchte ebenso auf einem Stimmzettel auf. Gewertet wurden diese Vorschläge jeweils nicht. Insgesamt 113 Stimmen waren am Ende ungültig.

Die Wahlleiter zogen mit Blick auf die Wahl vom vergangenen Sonntag ein positives Fazit. "Es war ein anstrengender Tag, er war lang, es war unsere erste Wahl als Wahlleitung, aber es ist alles gut gelaufen", sagte Lars Krämer. Er dankte den Wahlhelfern, Technikern und Organisatoren für ihre Unterstützung. Wie bereits prognostiziert, wurde für Plauen ein neuer Briefwahlrekord erreicht. 8222 Anträge auf Briefwahl gingen demnach im Rathaus ein, die Unterlagen wurden entsprechend verschickt. Die Rücklaufquote lag bei 94,6 Prozent, sagte Nadja Friedländer-Schmidt.

Einzige Auffälligkeit am Sonntag: Einige Plauener, die zunächst Briefwahlunterlagen beantragt hatten, wollten kurzfristig doch an der Urne wählen. Das ist möglich, die Wähler müssen dann jedoch vor Ort einen neuen Stimmzettel ausfüllen. Die Briefwahlunterlagen werden für ungültig erklärt. Hatte es bei den letzten Wahlen jeweils etwa zehn Personen gegeben, die trotz Briefwahlantrag doch ins Wahllokal kamen, lag die Anzahl diesmal bei 42. "Das hat sicher mit Corona zu tun", so Lars Krämer. Als die ersten Briefwahlanträge im Rathaus eingingen, waren die Inzidenzwerte deutlich höher als zur Wahl am Sonntag.

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