Rund 190 Menschen bei Kundgebung der Freien Sachsen in Plauen - Rechter Anwalt spricht Gegendemonstranten an

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Die Anhänger der rechtsextremistischen Gruppierung zogen anschließend durch die Innenstadt.

Plauen.

Nach Polizeiangaben rund 190 Menschen haben am Montagabend an der Melanchthonstraße in Plauen gegen die Energie- und Coronapolitik der Bundesregierung protestiert. Die rechtsextremistische Gruppierung Freie Sachsen hatte die Kundgebung mit anschließendem Aufzug durch die Stadt angemeldet.

Die Demonstration konnte indes erst später beginnen als geplant , da die Anmelder nicht pünktlich vor Ort eingetroffen waren. Zudem traten technische Probleme auf.

Zu den Rednern gehörte auch Freie Sachsen-Parteichef Martin Kohlmann, ein rechtsextremer Anwalt aus Chemnitz. Er verglich die aktuelle politische Situation mit jener der Wendezeit. Immer wieder stellte er die Frage: "Und dafür sind wir damals auf die Straße gegangen?" Was er den Demo-Teilnehmern indes nicht sagte: Kohlmann ist Jahrgang 1977, als die Mauer fiel, war er noch ein Kind.

Nach der Kundgebung sprach Kohlmann mehrere Teilnehmer eines Gegenprotests direkt an, den das Bündnis für Demokratie und Zivilcourage organisiert hatte, bevor er sich dem Aufzug der Freien Sachsen durch die Innenstadt anschloss. Bei dem Aufzug riefen Teilnehmer "Frieden, Freiheit, keine Diktatur", zudem hatten sie Trillerpfeifen dabei. An dem Aufzug beteiligten sich nur noch knapp 130 Teilnehmer. Zwischenfälle gab es laut Polizei nicht. (nd)

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