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Sternwarte: Neue Saison läuft noch verhalten an

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Die Sternwarte Rodewisch hat am Wochenende zum ersten Mal in diesem Jahr wieder geöffnet. Warum es vorerst noch bei einem eingeschränkten Programm bleibt.

Rodewisch.

Am Samstag hat die Sternwarte "Sigmund Jähn" in Rodewisch nach monatelanger Pause ihren Betrieb wieder aufgenommen und Gäste auf eine filmische Reise geschickt. Der Titel machte Appetit: "Zu fernen Welten". Allerdings blieben fast alle Plätze noch frei. Der Kinderfilm "Ein Sternbild für Flappi" am Sonntag fand dann etwa 15 Zuschauer. In punkto Prognose war Hausherr Olaf Graf ohnehin vorsichtig. Er hatte schon befürchtet, dass sich die kurze Ankündigungszeit der Wiedereröffnung und die noch herrschenden Corona-Auflagen auswirken könnten.

Aber der Anfang ist immerhin gemacht. Zum ersten Mal in diesem Jahr öffnete die kommunale Einrichtung. "Wir müssen den Betrieb langsam wieder hochfahren", sagte Olaf Graf. Morgen und übermorgen zeigt er jeweils einen Film. Dafür liegen bereits Anmeldungen vor. Künftig soll es unter der Woche eine und an Wochenenden zwei Veranstaltungen geben. Beobachtungen im Planetarium würden allenfalls in Kombination mit diesen Events angeboten, erklärte der Sternwartenleiter. "Wir müssen an der neuen Fernrohrtechnik noch ein paar Dinge ändern und einstellen."

Für Donnerstag, 10. Juni, ist eine reine Beobachtung geplant, denn dann wird sich der Mond vor die Sonne schieben: "Das werden zwar nur maximal 15 Prozent Bedeckung sein, aber immerhin", so Olaf Graf. Bei der Gelegenheit sollen die nagelneuen Teleskope ihren ersten Einsatz erleben. Hinter geschlossenen Türen ist in letzter Zeit viel passiert: Unter anderem wurde die Kuppel einer Komplettrenovierung unterzogen. Die Treppe zum Sternwarten-Beobachtungsdach ist eine neue, auch der Innenhof wurde generalüberholt. Im Foyer entsteht gerade eine kleine Ausstellung. Zwei der drei Spiegelteleskope verfügen über Kameras, die Bilder auf einen großen Monitor eine Etage weiter unten übertragen. Das Gebäude besitzt keinen barrierefreien Zugang, aber ab Herbst erhalten auch Menschen mit schwerer Gehbehinderung Gelegenheit, in Echtzeit an Beobachtungen teilzunehmen: "Dann können wir Bilder in unser Sternwartennetz einspeisen", sagt Olaf Graf.

Parallel laufen Kooperationen mit Schulen wieder an. Die naturwissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft am Pestalozzi-Gymnasium Rodewisch beginnt diese Woche, ihr Astronomie-Pendant etwas später. Für die Sommerferien kündigte Olaf Graf Premieren an. Ein Sternenmärchen richtet sich an ganz junge Kinder, der Film "50.000 Fuß über dem Meer" an ältere und Erwachsene. Darin werden Besucher Wissenswertes rund um das Forschungsflugzeug "Sofia" erfahren, mit dem er als einer von vier Fachlehrern vor gut zwei Jahren von Kalifornien aus in die Stratosphäre abhob.

Service Weitere Informationen und Tickets für kommende Veranstaltungen gibt es im Internet unter der Adresse: www.sternwarte-rodewisch.de

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